Rudolf Schmitt: Metaphernanalyse und helfende Interaktion. In: Psychomed. Zeitschrift für Psychologie und Medizin. Heft 3, 12. Jahrgang, Reinhardt-Verlag, München 2000, S. 165-170
Metaphernanalyse und helfende Interaktion
Der
Aufsatz führt in das Phänomen alltäglicher Metaphorik
praktisch wie theoretisch ein, bevor er an einem Fallbeispiel die
Möglichkeiten der Metaphernanalyse in der Supervision und einen
Überblick über Möglichkeiten metaphorischer
Intervention in Beratungsgesprächen zeigt. Der Ablauf der
Metaphernanalyse als Forschungsmethode wird skizziert.
1. Metapher und Alltag; oder: Verstehen und Nichtverstehen
An
einem meiner ersten Arbeitstage in einer psychiatrischen Klinik
führte mich eine Kollegin in den schwierigen Umgang mit einer
noch akut psychotisch kranken Patientin erzählend ein: Diese
Patientin hatte sie vor der Stationstür um einen kleinen
Geldbetrag angebettelt, und sie hatte das mit der Notlüge (so
ist der Alltag) abgelehnt: Das ginge nicht, sie sei selbst im Moment
"abgebrannt". Die Patientin wäre sehr erschrocken und
hätte dann versucht, einen Feuerlöscher aus seiner
Halterung an der Flurwand zu reißen, um, wie meine Kollegin
dann verstand, sie zu löschen.
Wenn unsere alltäglichen Bilder nicht mehr verstanden werden, stoßen wir darauf, daß es Bilder sind, die zwar noch einen engen Zusammenhang mit dem gemeinten Sinn haben, jedoch nicht wörtlich zu nehmen sind: "Abgebrannt" zu sein bedeutet real wie bildlich eine empfindliche Verminderung unserer materiellen Ressourcen.
Dieses Vermögen der Metaphorik, mit kräftigen Bildspendern ("Brand") alltägliche Phänomene zu beschreiben, läßt sich jedoch auch in Formen erkennen, in denen diese Trennung zwischen "wörtlicher" und "übertragener" Bedeutung verschwimmt. An einem transkribierten Interview will ich dies im mikroskopischen Ausschnitt zeigen. Eine Sozialarbeiterin beschreibt, wie die von ihr betreute ältere Frau versucht, die Helferin zu bemuttern (Schmitt 1995/181ff):
Helferin: ... oder wenn sie die Stimmen hört, die reden ihr ja manchmal auch ein, Rabenmutter zu sein, und dann hat sie eben Gewissensbisse, weil die Ehe damals halt so schlimm war, und sie denkt, daß das Kind viel davon abgekriegt hat von ihrem Frust. Und daß sie jetzt halt versucht, bei mir keine Rabenmutter zu sein, jetzt halt eine richtige Mutter zu sein, aber es ist schwierig.
Interviewer: Und Dir ist das zu dicht?
Helferin: Mir ist es, mir ist es zu dicht, ja. Sie weiß es aber auch, also sie nimmt mich in den Arm, und sagt dann gleich: "Ich weiß, ich weiß .." oder so, so war es zumindest gestern. "Aber ich freue mich halt so, daß Sie da sind." Mir ist es zu dicht, auf jeden Fall.
Was ist an dieser Stelle passiert? Der Interviewer versucht nach den Regeln der Interviewführung von Witzel (1989) durch Reformulieren und Spiegeln des Gesagten das Interview in Gang zu halten. Schneller als es seine theoretischen Überlegungen zulassen, hat er das für die Sozialarbeiterin zu enge Verhältnis zur Betreuten in der Metapher, es sei "zu dicht" reformuliert - also eine räumliche Metaphorik für das Beziehungsverhalten gewählt. Und da zögert die Sozialarbeiterin zunächst - die Kommata stehen in der Transkriptionsanleitung für eine kleine Pause mit Stimmsenkung - und erzählt dann, daß diese Beziehung nicht nur metaphorisch zu "dicht" ist, sondern auch real-räumlich zu eng ist und ungern ertragene körperliche Berührung einschließt. Nachsetzend reformuliert die Helferin fast erleichtert den Fragesatz des Interviewers als Aussagesatz mit der Bestätigung: "auf jeden Fall".
Natürlich läßt sich jetzt einwenden: Wenn man von der Wirkung von Metaphern auf die Reaktionen des Gegenübers weiß, hätte man versuchen sollen, möglichst nicht metaphorisch als Interviewer zu reagieren. Die neuere Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson (s. u.) gibt dem Interviewer recht: Unsere Alltagssprache wie die Wissenschaftssprache ist durchdrungen von Metaphern, wir können nicht ohne Bilder sprechen. Wir verstehen die Welt anderer Menschen durch Metaphern - und mißverstehen sie. Auch dazu ein Beispiel (Schmitt 1995/167): Der Helfer, ein Pädagoge, schildert eine Szene, in der die Kinder zwischen Eltern und Großeltern pendeln, je nachdem, wo es mehr Schokolade und weniger Erziehung gibt:
Helfer: Das ist also auch insofern eine Verstrickung in der Familie, als die Großeltern da eine Rolle spielen, die wohnen gleich um die Ecke, das heißt, die Jungs flitzen mal von einer zur anderen Wohnung und wieder zurück, es scheint mir also in der Familie auch so zu sein, daß die Erziehungskompetenzen gar nicht klar gegeben sind. Also viel tun nur die Großeltern, aber letzten Endes halten die Jungs doch zu den Eltern.
Interviewer: Also sind auch die Generationengrenzen sehr schwammig.
Helfer: Ja, wobei, naja, also die Definition über die Generationengrenzen ist eher, finde ich nicht so wichtig, es ist halt so, daß praktisch zwei Personengruppen da sind, die sich um die Jungs kümmern in der Familie
Was hat der Interviewer falsch gemacht, daß er, statt das Gespräch in Gang zu halten, eine dreizeilige Bremsspur provoziert hat, in welcher der Befragte zunächst mehrfach zögert, sich dann selbst ständig verbessert, das harmlos Gemeinte des Interviewers vorsichtig korrigiert und die Hauptelemente seiner Erzählung wiederholt, als sei er überhaupt nicht verstanden worden? Schauen wir uns die Metaphern an: Der Helfer hat von einer "Verstrickung" geredet, davon, daß die Großeltern "eine Rolle spielen", er hat die Situation durch ein reales Bild des "Hin- und Herflitzens" der beiden Jungen beschrieben, davon gesprochen, daß die "Erziehungskompetenzen gar nicht klar gegeben" sind. Die Metaphorik des Interviewers enthält dagegen zwei damit inkompatible Bilder: Das Modell der Generationengrenzen impliziert eine visuelle Metapher, die in familientherapeutischen Ausbildungen hierarchisch, von oben nach unten gezeichnet wird - also diametral der horizontalen Bewegung des Erzählers entgegengesetzt ist. Ebenso rekurriert die Formulierung des "schwammigen" Eindrucks nicht auf eines der Bilder des Erzählers, der sich dementsprechend völlig mißverstanden fühlt und seine Geschichte mit anderen Worten wiederholt.
Beispiele können zur Theorie hinführen, diese nicht ersetzen: Darum zur Theorie der Metaphorik.
2. Metapher und Theorie
2.1.
Definitionen der Metapher
Das Verständnis dessen, was eine Metapher ist, kommt dem Leser bei der Durchsicht durch philosophische und linguistische Forschungsliteratur zunächst abhanden. Schon Lieb (1964) hat nicht weniger als 125 verschiedene Metapherndefinitionen beschrieben; die Bibliografien zur Metaphernforschung von Shibles (1971); Noppen (1981); Noppen, de Knop, Jongen (1985); Noppen, Hols (1990) umfassen nach meiner vorsichtigen Schätzung etwa 18000 Einträge. Zur unbefriedigenden Situation trägt bei, daß linguistische und philosophische Betrachtungen eine praktische Handlungsrelevanz der Metapher nicht systematisch in Betracht ziehen.
Die psychologischen Forschungen sind in ihrer Begrifflichkeit ebenfalls sehr uneinheitlich. In systemischen und familientherapeutischen Überlegungen wird der Metaphernbegriff bis hin zur ausformulierten Allegorie überdehnt (z. B. Gordon 1985). Psychoanalytische Versuche verbinden ihn oft mit dem Symbolbegriff, und empirische Studien z.B. in der Entwicklungspsychologie nutzen oft einen konventionellen Begriff von (toter) Metaphorik (z. B. "Glühbirne", vgl. Augst 1978).
Seit "Metaphors we live by" von George Lakoff und Mark Johnson (1980) sind Metaphern als Träger kognitiver und emotionaler Strukturen in den Blick geraten, und es gibt auch im deutschsprachigen Raum kaum noch eine Arbeit zu dem Thema, die sich nicht mit diesen Autoren auseinandersetzt1. Sie gehen davon aus,
- daß metaphorische Übertragungen aus einfachen und sinnlich wahrnehmbaren Erfahrungseinheiten ("experiential gestalts") auf komplexe und abstraktere Begriffe ein Grundzug unseres Denken und Handelns ist;
- daß Metaphern zusammenhängende Konzepte bilden, nach denen wir unser Denken strukturieren.
Drei unterschiedliche Typen von Metaphern bilden den Ausgangspunkt ihrer Theorie: konzeptuelle (strukturierende), orientierende und ontologisierende (vergegenständlichende) Metaphern2.
2.1. Konzeptuelle Metaphern
Metaphern sind eine Übertragung von Erfahrungen, die eine prägnante Gestalt haben und leicht benennbar sind, auf Phänomene, die wenig Eigenstruktur bieten. Das trifft auf abstraktere Bereiche wie Gefühle, soziale Handlungen und Wertungen zu. Ein solches metaphorisches Konzept lautet z. B.: "Psychosoziale Hilfe knüpft Bindungen". Beziehung wird dabei als "Verbindung" im Wortsinn, als "Bindung", "Band" und "Strick" gedacht, mit denen man eine Person an sich "binden", "fesseln", "umgarnen" oder "verstricken" kann. Psychische Auffälligkeiten werden ebenfalls in dieser Bildlichkeit gefaßt: Jemand "spinnt" oder ist "versponnen", "hat einen Webfehler" oder ist "schief gewickelt". Die entsprechende und positiv konnotierende Metaphorik der Arbeit wird dann formuliert als "Kontakte knüpfen", "in Verbindung setzen" und "einbinden" (oder "anbinden" an Institutionen), wenn die KlientInnen sich aus "Verflechtungen", "Verstrickungen" und "Verwicklungen" "lösen" oder "ablösen" können. Die implizite Moral dieser Metaphorik lautet, daß das "Knüpfen von Kontakten" erwünscht ist, das "Abreißen" nicht; ebenso dürfen "Verbindungen" nicht zu "Verwicklungen" führen.
2.2. Orientierende Metaphern
Lakoff und Johnson zählen hierzu alle sprachlichen Hinweise, die auf eine räumliche Strukturierung von Kognitionen und Emotionen schließen lassen (Lakoff, Johnson 1980/14). Diese Ordnung der Erfahrung orientiert sich am Körper und zieht metaphorische Sprechweisen im engeren Sinne nach sich: Die Erfahrung des Erhebens, Erwachens, Aufstehens bezeichnet die kulturelle Konnotation des "Happy is up", bzw. "More is up", nach der Freude erhebend, Depression niederdrückend, Erfolg steigend, Verlust als Abfallen erlebt wird. Auch die soziale Einteilung in "Ober"- oder "Unterschicht" rekurriert auf persönliche wie kulturelle Raumerfahrung (Lakoff, Johnson 1980/17). Psychosoziales Helfen ist in dieser Bildlichkeit ein "Aufrichten" und "Aufbauen" von "tief gesunkenen" Menschen. Üblicherweise wird die Tatsache, daß jemand "ganz runter" ist, damit erklärt, daß er "belastet" ist: Das Gewicht hat ihn metaphorisch niedergedrückt, und ebenso metaphorisch "entlasten" wir, "stützen" und "erleichtern" wir die Situation dieser Menschen.
2.3. Ontologisierende (vergegenständlichende) Metaphern
Lakoff und Johnson verstehen darunter die Fähigkeit, komplexe Erfahrungstatsachen als einfache Objekte und Wesen zu identifizieren und sie als diskrete Entitäten zu behandeln. Dabei projizieren wir körperliche Grunderfahrungen, z. B. die des abgeschlossenen Körperschemas, auf diese Begriffe, um sie handhaben zu können, ohne daß den damit gemeinten Phänomenen eine solche Abgeschlossenheit zukäme (Lakoff, Johnson 1980/25). Diese wichtigste verdinglichende Metapher, die "Behälter"-Metaphorik, ist an den Präpositionen in(nen)/aus(sen), vor allem aber an bestimmten Verben zu erkennen. Diese codieren z. B. das Verhalten einer Person zur Umwelt: "Er kam aus sich heraus" heißt, daß er sich "öffnete". Der Mensch ist in dieser Metapher nicht nur körperlich eine Einheit, sondern auch im psychischen Bereich ein Behälter, in dem sich vieles sammelt, staut und wieder hinausströmt. Unsere psychosoziale Aufgabe besteht, wenn jemand "verschlossen ist", darin, beim "Rauslassen" seiner Emotionen zu helfen. Ist jemand aber "nicht ganz dicht", helfen wir ihm, sich "abzugrenzen" und bieten "Struktur" an.
Orientierende und
substantialisierende Metaphern sind in diesem Sinn ubiquitäre
sprachliche Mechanismen, auf denen die konzeptuellen, d. h.
inhaltlich bestimmten Metaphern "aufsitzen". So ist z.B. im
metaphorischen Konzept "Helfen ist Geben" oft die Rede
davon, daß die HelferInnen den KlientInnen und Kindern Hilfen
"anbieten" und Zuwendung "geben", während
diese "wenig haben" vom Leben oder "etwas ganz
anderes" wollen und selten "bekommen". Ohne die
Vergegenständlichung von Zuwendung und Aufmerksamkeit zur
imaginären Substanz, die dann verteilt werden kann, läßt
sich helfende Arbeit offenbar nicht beschreiben.
Diese Beispiele machen deutlich, daß es nicht mehr genügt, nur die auffälligen Metaphern zu interpretieren, die einen reichhaltigen Komplex von Assoziationen generieren. Im Gegenteil: Auch "tote" Metaphern sind interpretationsbedürftig, da sie die bildgesteuerten Grundlagen unseres Denkens zeigen. Für die Forschungspraxis heißt dies, daß unbedingt alle Worte, die nicht in strengem Sinn wörtlich sind, als Metaphern gedeutet werden müssen3.
2.4. Funktionen der Metaphorik
Metaphern werden in der Kultur wie im Alltag vielfältige Aufgaben zugeschrieben (Nieraad 1980/149, Brünner 1987/110f, Buchholz, von Kleist 1995/3ff), die sich in zwei Funktionen bündeln lassen:
Metaphern stiften Erkenntnis, ob dies nun bei der Neubildung von Worten, bei der Wahrnehmung und Mitteilung neuer Sachverhalte in Wissenschaft, Politik und Literatur, bei der pädagogischen Vermittlung bekannter Sachverhalte oder bei der individuellen Formulierung von komplexen Emotionen zu beobachten ist. Metaphern übernehmen dabei eine soziale Funktion, indem sie kulturell tradierte Bildfelder erzeugen, die einen Sozialisationsrahmen darstellen. Metaphern steuern Interaktionen, da sie das Selbstverständnis der Beteiligten transportieren. Sie können die Interaktion selbst bebildern, also Metakommunikation ermöglichen. Diese erkenntnisstiftende Funktionen der Metaphorik nennen Lakoff und Johnson (1980/10) "highlighting", d. h. Hervorheben durch Metaphorisierung.
Der gegensätzlichen Funktion "hiding" ("Verstecken") sind andere Funktionen zuzuordnen: Metaphern erlauben eine Komplexitätsreduktion bei überforderter Wahrnehmung zu analogen und einfacher strukturierten Mustern, sie verhindern damit auch Differenzierungen und alternative Handlungsformen. Sie dienen manipulativ-rhetorischen Absichten in der öffentlichen Kommunikation (Politik, Werbung).
Diese Funktionsbestimmungen aus
linguistisch-phänomenologischer und zum Teil qualitativer
Forschung lassen eine empirische Frage unbeantwortet: Haben Metaphern
einen experimentell nachvollziehbaren Einfluß auf das Handeln?
Bock (1981) hat in einer empirischen Studie gezeigt, wie durch die
Präsentation unterschiedlicher Metaphern in den gleichen
Problemlagen differierende Handlungsstrategien provoziert werden
konnten. Er forderte die Probanden, nachdem er ihnen zwei Probleme
aus dem beruflichen Kontext (Kündigung/Bewerbung) vorgab, auf,
ihre Lösungsmöglichkeiten in einem Rollenspiel zu
besprechen, und bot ihnen dabei vier verschiedene Metaphern an:
- Eine Lawine von Problemen komme da auf den Probanden zu;
- das Problem türme sich wie ein Berg vor dem Probanden auf;
- er stehe quasi oben an einem Skihang, der zu steil sei;
- er rudere wie in einem kleinen Boot auf dem Ozean.
Die Versuchspersonen reagierten, wenn sie diese Metaphern nicht zurückwiesen, meist in wenigen und für das Szenario des Bildes typischen Bewältigungsmustern. Die Wirkungsanalyse der so induzierten Metaphern erbrachte, daß das Bild der "Lawine" bei den Probanden passive und resignative Lösungsstrategien provozierte; der "Skihang" erzeugte die meisten aktiven Lösungen. "Berg" und "Meer" induzierten ein in der Mitte zwischen beiden genannten Bildern liegendes Antwortprofil (ebd./200ff.). So strukturieren Metaphern durch die Wahrnehmung einer Situation hindurch auch die anschließenden Handlungen.
Wie oben angedeutet, ist im Alltag jedoch nicht unbedingt eine einzige Metapher die Ursache bestimmten Denkens und Handelns, sondern ein konzeptuelles System aufeinander verweisender Metaphoriken. C. v. Kleist hat in Interviewanalysen (1987) versucht, diesen Modellcharakter von Metaphern in der Selbstdarstellung von PsychotherapieklientInnen nachzuweisen. Sie folgt in der Analyse von Therapiegesprächen dem Vorgehen von Lakoff, Johnson (1980), die konzeptuelle Metaphern aus geläufigen Redewendungen herauskristallisieren und sie zu einem vollständigen Modell ergänzen. Diese nehmen auch lexikalisierte Metaphern wörtlich und führen sie auf ihre sinnliche Erfahrungsgestalt zurück. In ihrem Beispiel (1987/119ff.) zeigt sie, daß eine junge Frau das metaphorische Selbstkonzept hat, ein "Haus" zu sein: In Prüfungssituationen "gehen die Rolläden runter", von Fragen fühlt sie sich "gelöchert", sie kann dann nichts mehr sagen und möchte sich "abschotten". Der Kontakt mit der Herkunftsfamilie war auf den Streit um "Standpunkte" begrenzt. Mit dieser Metaphorik, die Zu- und Abnahme von Nähe und Distanz nicht beschreiben kann, da Häuser nun einmal auf ihrem Platz stehen bleiben, läßt sich neben der Prüfungsangst die grundlegendere Problematik der Klientin verstehen: Nähe, Intimität, Körperkontakt waren und sind für sie schwer auszuhalten und zu erwidern. Sie gerät in Panik, wenn ihr etwas zu "nahe" kommt, und möchte sich "dicht machen".
Metaphernanalyse in diesem Sinne erlaubt es also, auch die Grenzen der von den KlientInnen verwendeten metaphorischen Modelle zu betrachten. V. Kleist vermutet, daß diese ("verarmten") Modelle auf früheren Erfahrungen und Konfliktlösungen basieren (ebd./123).
Wie können wir Metaphernanalyse praktisch nutzen? Dazu ein ausführlicheres Supervisionsbeispiel.
3. Fallbeispiel: Metaphernanalyse als Supervision
Der Helfer betreute einen
zweiundvierzigjährigen Mann, der seit seinem dreiundzwanzigsten
Lebensjahr, in welchem er mit der Diagnose einer "Psychose aus
dem schizophrenen Formenkreis" erstmalig in einer
psychiatrischen Klinik stationär behandelt worden war, in
regelmäßigen Abständen sich immer wieder dort
aufnehmen ließ (stark gekürzt, vgl. Schmitt 1995/178). Um
seine Selbständigkeit zu fördern, war eine Einzelfallhilfe
eingerichtet worden.
In der Antwort auf die erste und unspezifische Interviewfrage, der Einzelfallhelfer möge den Verlauf der letzten Stunde erzählen, skizzierte dieser gleich die bestimmende Metaphorik: Der Klient habe "Angst, sich überhaupt raus zu begeben, seine Wohnung zu verlassen ..., daß er nicht mehr in der Lage ist, alleine aus der Wohnung zu gehen". Diese eher buchstäblich als räumlich-metaphorisch wirkende Redeweise wiederholte sich; sie zeigte sich nicht nur als konkretes, sondern auch als metaphorisches Selbstverständnis des Helfers: "Leben ist Bewegung" und dementsprechend: "Helfen ist in Bewegung bringen". Er versuchte also, den Patienten auf reale wie metaphorische Weise in Bewegung zu bringen, ihm "einen kleinen Schubs"zu versetzen, bis es z.B. gelang, ihn in den Bus zur Arbeitstherapie zu bringen. Wenn es auch noch glückte, daß er ohne Hilfe zurückfuhr, dann war es "wieder so ein kleiner Schritt in Richtung selbständig sein". Die praktische Tätigkeit war dementsprechend auf Motivation und Hilfe zum Besuch der Arbeitstherapie in der Klinik, zum Einkaufen und zum Spazierengehen ausgerichtet. Der Helfer beschrieb auch Konsequenz und Ziel eines solchen Arbeitens in diesen Bildern: Er wollte "mehr Freiraum" mit dem Patienten erarbeiten. Das Scheitern anderer Bemühungen, z.B. die des Arztes, beschrieb er im gleichen metaphorischen Konzept: Medikamente halfen "nicht weiter". Seine Rückschläge, wenn z.B. der Patient wieder in die Klinik wollte, faßte er etwas milder als "Ausrutscher" auf.
Alternative Bilder des Helfens, wie die Metaphorik des Gebens und Nehmens oder das "Knüpfen von Kontakten" kamen kaum vor. Auch das einzige vom Helfer erzählte wörtliche Zitat des Klienten beschrieb dessen Unbeweglichkeit - und gleichzeitig die dominierende Metaphorik des Helfers: "ich schaffe das nicht, ich kann das nicht, und geht nicht".
Es "geht nicht": Die sehr stark ausgeprägte Dichotomie zwischen der Unbeweglichkeit des Klienten und den realen wie metaphorischen Bewegungsimpulsen des Helfers blieb in dieser Unaufgelöstheit bestehen. Sie wiederholte sich in der Spannung zwischen der visuellen Konzeption von "Denken" und "Überlegen" des Helfers und der Weigerung des Klienten, "hinzusehen". Der Helfer visualisierte oft seine Reflexion: "daß man ... gucken kann, gut, Angst ist klar": "Reflexion ist Schauen" lautet dieses auch alltäglich häufig genutzte metaphorische Konzept. Auch Diskussionen mit dem Patienten metaphorisierte er visuell, "indem ich ihm zum Beispiel widerspiegele", wie jener sich verhielt. Der Patient interagierte aber, indem er nicht hinsah: Er schien bei einer zufälligen Begegnung den Helfer "gar nicht wahrzunehmen". Als sie sich einmal verpaßten, kam es diesem vor, "als ob er mich übersehen möchte". In diesen Formulierungen begriff er die Verweigerung der mit seiner Person verbundenen Möglichkeiten als "übersehen".
Nun drückte der Patient seine Angst und sein Erleben sehr wortreich aus, was den Helfer zur Auffassung "Reden ist Einreden von Angst" brachte. Er hatte den Eindruck, daß der Patient immer "irgendeine Ausrede, eine Entschuldigung, ein Ausweichen verbal vorbringt" und "sich damit ja praktisch die Kraft nimmt und überhaupt jegliche Perspektive". Deutlich war, wie die Rede des Patienten sich für den Helfer in gestische ("Kraft nehmen") und visuelle ("Perspektive") Folgen auflöste. Entsprechend wollte er mit gestischer Gegenreaktionen das Reden unter Kontrolle bringen: "...daß ich seine sich immer wiederholenden und ähnlichen Reden, Einwände, Erklärungen und so weiter stoppe, indem ich ihm sage: Nicht reden, tun Sie einfach, machen Sie". Er sprach dem Patienten auf dem gestischen und visuellen "Kanal" wenig Fähigkeiten zu, und versuchte den verbalen "Kanal" zu verstopfen: "das kann er nicht begreifen, da hat er keine Einsicht, das kann er auch nicht umsetzen. Und daher ... er soll erst gar nicht reden".
Diese Dichotomien auf den Ebenen des kinästhetischen Begreifens vom Leben als Weg, der visuellen Konzeption von Reflexion und der Konstruktion des Redens als Einreden von Angst wurden von keiner anderen Metapher wegweisend aufgebrochen.
Drei Monate nach dem ersten Interview hatte sich die sprachlich beschriebene "Ausweglosigkeit" bestätigt. Der Helfer brachte den Patienten in die Klinik, da jener seit Wochen das Haus nicht mehr verlassen hatte und der Helfer sich zu ausgebrannt fühlte, um ihn noch einmal zu motivieren.
Zu diesem Zeitpunkt wurden mit dem Einzelfallhelfer die Situation des Patienten anhand der Ergebnisse des Interviews noch einmal besprochen. Wir kamen zu der Auffassung, daß es günstiger wäre, wenn das drängende "in-Bewegung-bringen" des Helfers reduziert werden würde, der Patient also z. B. nicht aufgefordert wäre, jeden Tag in die Arbeitstherapie der Klinik zu gehen. Die Interviewauswertung machte ihn auf die Diskrepanz zwischen seiner eigenen Art, das Leben als Bewegung wahrzunehmen, und den davon übersehenen anderen Qualitäten des Patienten aufmerksam - eine Metaphernanalyse von dessen Sprache hätte vielleicht den Konflikt der verschiedenen Weltsichten deutlicher werden lassen. Der Einzelfallhelfer versuchte nun, über dessen Interessen Kontakt aufzunehmen und schenkte ihm ein Buch über Hunde. Aus dem Vorlesen und schriftlichen Nacherzählen ergab sich der Wunsch des Patienten, seine Geschichte aufzuschreiben, und, später, bei der Zeitung eines Patientenclubs einer Tagesstätte mitzuarbeiten. Alltagspraktische Probleme hatten sich gelöst: Der Patient ging inzwischen selbständig einkaufen, um mit seinem Helfer Zeit zum Reden zu haben. Die im Interview noch sichtlich unterdrückte Verbalität des Patienten ("Nicht reden, tun Sie einfach, machen Sie") hatte einen Platz in der Einzelfallhilfe gefunden.
4. Kurzer Überblick über die Methode
Es ist nicht neu, Metaphern in
qualitativen Untersuchungen zu analysieren; wir können jedoch
davon ausgehen, daß Metaphern aufgrund ihrer Konventionalität
übersehen werden und es dann gar nicht möglich ist, die in
ihnen liegenden Modellvorstellungen zu dekonstruieren. Wie läßt
sich also Metaphernanalyse als systematische Methode betreiben, um
solche Defizite spontaner Interpretationen zu vermeiden?
Die vorliegende Anweisung versucht, ein zuverlässiges und von individuellen Auswertungsvorlieben relativ unabhängiges Verfahren zu erarbeiten, das sich nicht auf weitere Hintergrundtheorien stützt (ausführlicher: Schmitt 1997).
a) Zielbereich identifizieren: Zu welchem Thema suche ich die kollektiven bzw. individuellen Metaphern? Welche Theorien berührt das Thema? Welches Material steht zur Verfügung bzw. könnte erhoben werden? Es sind alle schriftlichen Datenquellen möglich: z.B.: Gerichtsurteile, Tagebücher, Interviews und andere Gesprächsmitschnitte.
b) Unsystematische breite Sammlung der Hintergrundmetaphern: Damit wird als Forschungsvorbereitung ein Lexikon möglicher metaphorischer Konzepte angelegt, das die Breite der kulturell möglichen Bildmodelle zum Forschungsthema dokumentiert.
c) Systematische Analyse eines Kollektivs: In zwei Durchgängen werden nun Texte in einer Wort-für-Wort-Analyse hinsichtlich ihres metaphorischen Gebrauchs analysiert und ein Lexikon tatsächlich verwendeter Metaphern der untersuchten (Sub-) Kultur angelegt.
ca) Dekonstruierende Zergliederung der Texte in ihre metaphorischen Bestandteile. Da Texte voller Metaphern wie Wälder voller Bäume sind, werden die metaphorischen Wendungen samt ihres unmittelbaren Text-Kontextes aus dem Text in eine separate Liste kopiert.
cb) Synthese von kollektiven metaphorischen Modellen aus dem metaphorischen Material. Dieser zweite Schritt ist der eigentlich interpretierende, rekonstruierende, der aus der Wortsammlung metaphorische Konzepte gewinnt, indem nun alle metaphorischen Wendungen nach Kontexten getrennt zu konzeptuellen Metaphern geordnet werden.
d) Rekonstruktion individueller Metaphorik auf dem Hintergrund der kollektiven Metaphorik. Insbesondere eigenständige Sprachbilder wie das Fehlen konventioneller Metaphoriken fallen hier gegenüber der Vergleichsgruppe auf.
e) Methoden-Triangulation bzw. Verknüpfung der individuellen / kollektiven Metaphern mit anderen quantitativen/qualitativen Methoden (Flick 1995). Auch die Metaphernanalyse hat ihre Schwächen, die mit der Verwendung weiterer Methoden balanciert werden können (vgl. Schmitt 1997).
5. Konsequenzen für beraterische Interaktion
Umfangreiche empirische Arbeiten zur
Verwendung von Metaphern im therapeutischen Prozeß wie in
öffentlicher Rede liegen von Pollio et al. (1977) vor. Sie
suchten zunächst einen Zusammenhang von Metaphernverwendung und
Persönlichkeitszügen bzw. kognitiven Stilen und
untersuchten letztere mit Persönlichkeitsfragebogen und
Leistungstests, um dann die Fähigkeit zum Verstehen und Benutzen
von Metaphern zu testen (ebd./90ff.). Ein eindeutiger Zusammenhang
zwischen neurotischen Merkmalen und Metaphernbenutzung ließ
sich nur für die Personen belegen, die wenig Metaphern
gebrauchten. Gleichzeitig stellte sich ein anderer Zusammenhang
heraus: Es bestand eine signifikante Korrelation zwischen
persönlicher "Integrität" bzw. Flexibilität
des kognitiven Stils und der Häufigkeit des Metapherngebrauchs;
desintegrierte oder "unreife" Studenten gebrauchten
sichtlich weniger Metaphern. Sie folgerten daraus, daß
Metaphernbenutzer effektivere Strategien besitzen, um mit
persönlichen Problemen umzugehen (ebd./92f.). Einen weiteren
Hinweis zum Zusammenhang zwischen Reichtum an metaphorischen
Wendungen und psychischer Gesundheit bieten die Beobachtungen der
Psychoanalytikerin I. Grubrich-Simitis (1984), die in den Analysen
mit durch KZ-Haft traumatisierten Menschen, sowie auch in den
Therapien mit ihren Nachkommen, kaum bildliche Wendungen fand. Sie
folgert, daß extreme Traumatisierungen die Fähigkeiten zur
Metaphernbildung beeinträchtigen; sie fand bei ihren
PatientInnen einen konkretistischen, "buchstäblichen"
Umgang mit sich und ihrer Umwelt und wenig modulierbare Affekte.
In den Versuchen, zwischen einer "Einsicht" im therapeutischen Prozeß und der Metaphernverwendung einen Zusammenhang herzustellen, ließen Pollio et. al. von unabhängigen, trainierten Ratern diese anhand von Videoaufzeichnungen von Therapien schätzen. Sie fanden bedeutende Reflexionstätigkeit der KlientInnen bei folgenden Sprechhandlungen (ebd./151-155):
- metaphorische Redeweisen, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden,
- metaphorisch-figurative Redeweisen, die einen allgemeinen Fall darstellten,
- nichtmetaphorische Beschreibungen eigener Gefühle,
- nichtmetaphorisches Ausformulieren der Implikationen einer metaphorischen Rede.
Bei aller möglicher Kritik an einem solchen Herangehen, "Einsicht" schätzen zu wollen, deutet sich an, daß Metaphern eine wesentliche Rolle in therapeutischen Prozessen spielen können. In qualitativen Untersuchungen für stationäre Psychotherapie haben Buchholz und v. Kleist (1995) Zusammenspiel der Metaphoriken von TherapeutInnen und KlientInnen materialreich ergründet.
Pollio et. al. untersuchten auch das Gesprächsverhalten von Psychotherapeuten. Beim Vergleich von Verhaltens-, Gestalt- und Gesprächstherapeuten stellten sie schulenunabhängig eine ähnliche Häufigkeit in der Benutzung von Metaphern im therapeutischen Prozeß fest (ebd./101f.). Besonders wichtig ist ihr Hinweis, daß das "Finden" einer passenden Metapher im therapeutischen Prozeß ebenso strukturierend das Gespräch beeinflußen kann wie das Ausfalten der Bedeutungen einer Metapher. Damit verbinden sie die therapeutische Strategie des "Interpretierens innerhalb der Metaphern" mit den Ansätzen von Bock (1983) und Gordon (1985), denen es um ein "Induzieren neuer Metaphern" geht. Pollio et al. weisen anhand ihrer Protokolle allerdings nach, es sei ertragreicher, die Metaphern von Patienten weiterzuverfolgen (Pollio et. al 1977/147f.).
Auf diesem Hintergrund lassen sich drei Ebenen im Umgang mit Metaphern in Beratung und Therapie ableiten:
1. Unsere KlientInnen und wir reden schon immer in Bildern - und in stockenden und beiderseits frustrierenden Beratungsprozessen blockieren eventuell unterschiedliche Metaphern, die nicht zueinander kompatibel sind, die Verständigung - so das zweite Beispiel zu Beginn. Metaphernanalyse kann dann zur Supervision werden.
2. Das Aufgreifen der Sprache der KlientInnen ist in dieser Hinsicht noch einmal bedeutsam geworden, da wir es uns damit ermöglichen, deren Welt aus dem Innern der damit ausgedrückten Selbst- und Weltsicht zu verstehen und Handlungsweisen zu entwickeln, die deren Sicht der Welt nicht überfordert.
3. Wenn TherapeutInnen zur Vertiefung von emotionalen Erfahrungen und kognitiven Einsichten Metaphern gebrauchen wollen, die von denen der KlientInnen abweichen, dann sind die pragmatischen Beschränkungen nützlich, die Bock (1981/277ff). vorschlägt:
- BeraterInnen sollten ein ausreichendes Repertoire möglicher Bilder haben, und
- sollten eine Passung zwischen Problemerleben der KlientInnen und Metapher suchen.
- Einfach strukturierte Sprachbilder mit mittlerem Anregungsniveau sind vorzuziehen.
- BeraterInnen sollten die Provokation von aktiven bzw. passiven Handlungsentwürfen vorher reflektieren, und
- respektieren, daß KlientInnen vorgegebene Bilder in eigener Weise interpretieren.
- Sie sollten Metaphern erst dann einsetzen, wenn sie eine ausreichende Kenntnis des Problems erlangt haben.
Literatur
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Baldauf, Christa. Metapher und Kognition. Grundlagen einer neuen Theorie der Alltagsmetapher. Lang, Frankfurt am Main 1997
Bergold, Jarg. B., Flick, Uwe. (Hrsg.). Einsichten. Zugänge zur Sicht des Subjekts mittels qualitativer Forschung. DGVT, Tübingen 1987.
Bock, Herbert. Argumentationswert bildhafter Sprache im Dialog. Eine denkpsychologische Untersuchung der Wirkung von auf Analogien beruhenden Sprachbildern als Problemlöseheuristiken in argumentativen Dialogen. Dissertation Universität Regensburg, Frankfurt 1981.
Bock, Herbert. Metaphorik: Bildersprache als therapeutisches Werkzeug? In: Psychologische Beiträge, Band 25, 1983, S. 94-111.
Brünner, Gisela: Metaphern für Sprache und Kommunikation in Alltag und Wissenschaft. In: Diskussion Deutsch, 1987, 18. Jahrgang, S. 100-119.
Buchholz, Michael B. (Hrsg.). Metaphernanalyse. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1993
Buchholz, Michael B.; Kleist, Cornelia von. Metaphernanalyse eines Therapiegespräches. In: Buchholz 1995, S. 93-126.
Buchholz, Michael B. (Hrsg). Psychotherapeutische Interaktion. Qualitative Studien zu Konversation und Metapher, Geste und Plan. Westdeutscher Verlag, Opladen 1995.
Flick, Uwe. Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in Psychologie und Sozialwissenschaften. Hamburg 1995
Gordon, David. Therapeutische Metaphern. Junfermann, Paderborn 1985.
Grubrich-Simitis, Ilse. Vom Konkretismus zur Metaphorik, Gedanken zur psychoanalytischen Arbeit mit Nachkommen der Holocaust-Generation. In: Psyche 1984, Nr 1, S. 1-28.
Johnson, Mark. The Body in the Mind. The Bodily Basis of Meaning, Imagination, and Reason. The University of Chicago Press, Chicago 1987.
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Lakoff, George; Johnson, Mark. Metaphors we live by. The University of Chicago Press, Chicago 1980.
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Anmerkungen:
1vgl. Baldauf (1997); Buchholz (1993, 1995); von Kleist (1987)
2Lakoff (1987) und Johnson (1987) führen statt dieser Begriffe das Schema-Konzept ein, dies tangiert den Ansatz jedoch nicht grundsätzlich.