| ZEITANGABE | INFORMATIONEN |
| vor ca. 10.000 Jahren | ~5 Mio. Menschen (laut DSW) |
| Jahr null | Anstieg auf 300 Mio. |
| bis um 1500 | langsames Wachstum |
| Beginn des 20. Jahrhunderts | rasante Beschleunigung des Wachstums |
| letzte 100 Jahre | Vervierfachung der Bevölkerungszahl |
| heute | Zunahme um ~80 Mio./Jahr (= Einwohnerzahl Deutschlands) Bevölkerungszahl: ~6,4 Mrd. |
| bisher insgesamt | 106,4 Mrd. (laut amerikanischen Bevölkerungswissenschaftlern) |
| REGION | BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG |
| EL Asiens, Afrikas, Lateinamerikas | 99% des Weltbevölkerungswachstums |
| meiste IL | Rückgang der Bevölkerungszahl |
| USA | höheres Bevölkerungswachstum Gründe: Migration; hohe Geburtenrate (durchschnittlich >2 Kinder/Frau) |
| Niger (Afrika) | schnellstes Bevölkerungswachstum Mitte des Jahrhunderts: 53 Mio. Menschen |
| Bulgarien | stärkster Bevölkerungsrückgang heute: 8 Mio. - 2050: 5 Mio.) |
| Lösungsvorschlag: |
| Ich möchte über die bisherige Entwicklung der Weltbevölkerung informieren. Vor ca. 10.000 Jahren lebten laut DSW rund 5 Mio. Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr null ist die Zahl auf etwa 300 Mio. angestiegen. Bis um 1500 wuchs die Bevölkerungszahl langsam, mit Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch beschleunigte sich das Wachstum rasant. In den letzten 100 Jahren vervierfachte sich die Bevölkerungszahl. Heute nimmt die Zahl der Menschen jährlich um 80 Millionen zu, das entspricht der Einwohnerzahl Deutschlands. Gegenwärtig leben etwa 6,4 Mrd. Menschen auf der Erde. Insgesamt sollen laut Schätzungen amerikanischer Bevölkerungswissenschaftler bisher 106,4 Mrd. Menschen auf der Erde gelebt haben. |
| Lösungsvorschlag: |
| In den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas finden 99 Prozent des Bevölkerungswachstums statt, in den meisten Industrieländern dagegen sinkt die Bevölkerungszahl. Eine Ausnahme sind allerdings die USA, wo aufgrund von Migration und einer höheren Geburtenrate die Bevölkerungszahl wächst. |
| Lösungsvorschlag: |
| In Niger in Afrika steigt die Bevölkerungszahl am schnellsten, Mitte des Jahrhunderts sollen dort bereits 53 Mio. Menschen leben. In Bulgarien dagegen geht die Bevölkerungszahl am schnellsten zurück, und zwar von heute 8 Mio. auf 5 Mio. im Jahr 2050. |
| ZEITANGABE | WELTBEVÖLKERUNGSZAHL |
| Christi Geburt | 300-500 Mio. |
| Ende des 18. Jahrhunderts | 1 Mrd. |
| 1950 | 2,5 Mrd. |
| 1987 | 5 Mrd. |
| Beginn des 21. Jahrhunderts | 6,3 Mrd. |
| Wachstumsrate der Bev. in IL höher als in meisten EL |
| Beginn der beschleunigten Zunahme des Bevölkerungswachstums in EL Gründe: - Fortschritte im Gesundheitswesen u. in Versorgung mit Lebensmitteln - starker Anstieg der Lebenserwartung der Menschen - drastischer Rückgang der Kindersterblichkeit |
| Wachstum der Bevölkerung mit wenigen Ausnahmen nur in EL fast 5 Mrd. Menschen in EL (= fast 80% der Weltbevölkerung) ca. 90 Mio. Menschen/Jahr dazu (95% davon in EL Asiens, Afrikas, Lateinamerikas) |
| USA: - ca. 90% des Bevölkerungsanstiegs in Nordamerika, v.a. in USA Westeuropa: - kaum noch Wachstum der Bevölkerung - in einigen Ländern sogar rückläufige Entwicklung - durchschnittlich <2 Kinder/Frau (Deutschland: 1,3) |
| Geburtenrate von 2,1 Kinder/Frau ® Weltbevölkerung bis 2050: 10 Mrd., bis 2150: 11,5 Mrd. Geburtenrate von 2,17 Kinder/Frau ® bis 2150: 21 Mrd. Geburtenrate von 1,96 Kinder/Frau ® bis 2150: 5,6 Mrd. |
| Lösungsvorschlag: |
| Um Christi Geburt lebten auf der Erde etwa 300 bis 500 Mio. Menschen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts war die erste Milliarde erreicht. Die Weltbevölkerungszahl stieg über 2,5 Mrd. 1950 auf 5 Milliarden 1987. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben 6,3 Milliarden Menschen auf der Erde. |
| Lösungsvorschlag: |
| Vor einigen hundert Jahren war die Wachstumsrate der Bevölkerung in den Industrieländern höher als in den meisten Entwicklungsländern. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch beginnt die beschleunigte Zunahme des Bevölkerungswachstums in den Entwicklungsländern. Ursachen dafür sind u.a. Fortschritte im Gesundheitswesen und in der Versorgung mit Lebensmitteln sowie ein starker Anstieg der Lebenserwartung der Menschen bei einem drastischen Rückgang der Kindersterblichkeit. Gegenwärtig wächst die Bevölkerung mit wenigen Ausnahmen nur noch in den Entwicklungsländern. Dort leben fast 5 Mrd. Menschen, das sind etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung. In den Entwicklungsländern kommen pro Jahr zirka 90 Mio. Menschen dazu, 95 Prozent davon in den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. |
| Lösungsvorschlag: |
| In Nordamerika, vor allem in den USA, finden zirka 90 Prozent des Anstiegs der Bevölkerung in den Industrieländern statt, in Westeuropa dagegen wächst die Bevölkerungszahl kaum noch. In einigen Ländern ist sie sogar rückläufig. Seit vielen Jahren bringen die Frauen hier im Durchschnitt weniger als zwei Kinder zur Welt, in Deutschland sogar nur durchschnittlich 1,3 |
| Lösungsvorschlag: |
| Wenn jede Frau im Durchschnitt 2,1 Kinder zur Welt bringt, wird die Zahl der Weltbevölkerung bis 2050 auf 10 Mrd. ansteigen und bis 2150 sogar auf 11,5 Mrd. Bringt jede Frau durchschnittlich 2,17 Kinder zur Welt, steigt die Weltbevölkerungszahl bis 2150 sogar auf 21 Mrd. Bei einer Geburtenrate von 1,96 Kindern pro Frau werden im Jahr 2150 nur 5,6 Mrd. Menschen auf der Erde leben. |
| - 1. Ländergruppe: Frauen mit >4 Kinder (fast alle Länder Afrikas, Lateinamerikas, Südostasien) - 2. Ländergruppe: Frauen mit 2 - 4 Kinder (Südamerika, südostasiatische Länder, Mexiko, Russland, Island, Irland) - 3. Ländergruppe: Frauen mit <2 Kinder (Westeuropa, USA, Kanada, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland) |
| - schnelleres Bev.-Wachstum ® immer weitere Verschlechterung der Lebensqualität - >1Mrd. Menschen: <1 $ / Tag - 1,5 Mrd. Menschen: keine Gesundheitsvorsorge - >1,7 Mrd. Menschen: kein sauberes Wasser - laut FAO: >30 Mio. Menschen droht akuter Hungertod - schnelles Wachstum der landwirt. Produktion in einigen Ländern. aber: schnelleres Wachstum der Bev. |
| - Konzentration der Bev. in Megastädten (z.B. Mumbai >20 Mio. Menschen) - soziale Probleme: Wasserknappheit, Verkehrsinfarkte, Müllberge |
| - Bevölkerungsexplosion: gegenwärtig mehr Menschen als in gesamter Menschheitsgeschichte - Zunahme der Bev. nicht stoppen o. abbremsen ® nicht mehr lange bis Vermehrung um 1 Mrd. jährlich |
| Lösungsvorschlag: |
| Eine große Gefahr für die Zukunft der Menschheit liegt in der Bevölkerungsexplosion. Heute werden auf der Erde mehr Menschen geboren als zuvor in der gesamten Menschheitsgeschichte. Wenn diese Zunahme der Bevölkerung nicht gestoppt oder wenigstens abgebremst wird, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis sich die Bevölkerung jährlich um eine Milliarde vermehrt. |
| - mehr Kinder ® Land wird ärmer - Land wird ärmer ® mehr Kinder - letzte 30 Jahre: 1/4 aller EL ärmer geworden - Armut: Ursache für mehr Kinder; Grund: Kinder in vielen Ländern Notwendigkeit (Töchter: kostenlose Arbeitskräfte, Söhne: einzige Altersvorsorge) |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter einem Teufelskreis wird im Text Folgendes verstanden. Je mehr Kinder geboren werden, desto ärmer wird ein Land. Und je ärmer ein Land wird, desto mehr Kinder werden geboren. In den vergangenen 30 Jahren sind ein Viertel aller Entwicklungsländer immer ärmer geworden. Und Armut ist wiederum die Ursache für mehr Kinder. Denn Töchter sind kostenlose Arbeitskräfte und Söhne sind oft die einzige Altersvorsorge. |
| - Bev.-Problem in Zukunft nicht von selbst lösen - nicht nur eine Lösung - wichtig: + Senkung der Geburtenrate auf max. 2,2 Kinder/Frau + Beseitigung/Reduzierung des Analphabetentums + Start einer echten Entwicklungshilfe |
| Lösungsvorschlag: |
| Das Fazit des Textes lautet, dass sich das Bevölkerungsproblem in Zukunft nicht von selbst lösen wird und dass es auch nicht nur eine Lösung gibt. Wichtig ist, dass die Geburtenrate auf höchstens 2,2 Kinder pro Frau gesenkt, dass das Analphabetentum beseitigt oder wenigstens reduziert und dass eine echte Entwicklungshilfe gestartet werden muss. |
| REGION | BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG |
| Welt | - im 21. Jh.: Ende des Bevölkerungswachstums - 2. Hälfte des 21. Jhs.: weitere Zunahme der Bev. auf 8-9 Mrd. - danach: konstante Bev.-Zahl / Abnahme - langfristig im 21. Jh.: Bev.-Zahl unter heutiges Niveau von 6,4 Mrd. - 20. Jh. = Jh. des globalen Bev.-Wachstums von 1,6 Mrd 1900 auf 6,1 Mrd. 2000 - 21. Jh. = Jh. der Stagnation/Schrumpfung - bisherige Prognosen: + Einpendeln der Geburtenzahlen auf min. 2 Kinder/Frau + aber: kein Ende in einem Land bei 2 Kindern + Sinken unter 2 Kinder/Frau ® Beginn der Schrumpfung der Bev.-Zahl - heute: nicht mehr Zweiteilung in reiche IL (hohe Lebenserwartung, niedrige Geburtenrate) u. arme EL (schnelles Wachstum) |
| Ostasien | - starkes Sinken der Geburtenrate |
| China | - niedrigere Geburtenrate als USA - Wachstum nur aufgrund junger Bev.-Struktur - 2030: Beginn der Schrumpfung der Bev.-Zahl |
| USA | - weiter kräftiges Wachstum - im 21. Jh.: bis zu 1/2 Mrd. Menschen Grund: relativ hohe Geburtenrate; hohe Zahl von Migranten |
| arabische Länder | - stärkstes Wachstum in kommenden Jahrzehnten - viele Länder: Verdopplung/Verdreifachung der Bev.-Zahl |
| südliches Afrika | - geringes Bev.-Wachstum trotz weiter hoher Geburtenraten Grund: starke Verbreitung von AIDS |
| Namibia/Südafrika | - Sinken der durchschn. Lebenserwartung in kurzer Zeit um >20 Jahre Grund: AIDS Folge: Schrumpfung der Bev.-Zahl |
| Osteuropa | - bereits heute Abnahme der Bev.-Zahlen Grund: besonders niedrige Geburtenraten; relativ niedrige Lebenserwartung; sehr hohe Zahl von Auswanderungen |
| - Alterung der Bev.: verbunden mit Prozess der Schrumpfung der Bev.-Zahlen in vielen Ländern - globale Zunahme des durchschnittlichen Alters der Bev. - Zunahme des Anteils der >60-Jährigen Westeuropa: heute 20% - 2050: ~35% - Ende des Jhs.: 45% - Alterung der Bev. = positiver Prozess - Folge: viele gegenwärtige soziale Institutionen u. Traditionen nicht haltbar, z.B. Rentensysteme - Theorie: keine klar getrennten Lebensabschnitte mehr (Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Ruhestand) aus demographischen Gründen nicht mehr möglich ® flexiblere Lebensabschnitte Verteilung der Ruhephasen u. Zeiten weiterer Ausbildung über gesamtes Leben kein festes Rentenalter - Studien: längeres Leben u. länger gesund u. aktiv ® Widerlegung der These vom "Europa der Greise" |
| Lösungsvorschlag: |
| Global wird im 21. Jahrhundert das Wachstum der Bevölkerung zu Ende gehen. In der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts wird die Bevölkerung zwar weiter auf 8 bis 9 Mrd. zunehmen, danach wird sie aber konstant bleiben oder sogar abnehmen. Langfristig könnte die Bevölkerungszahl unter das heutige Niveau von 6,4 Mrd. Menschen sinken. das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des globalen Bevölkerungswachstums von 1,6 Mrd im Jahr 1900 auf 6,1 Mrd. 2000. das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Stagnation oder sogar der Schrumpfung werden. Bisherige Prognosen waren davon ausgegangen, dass sich die Geburtenzahlen auf mindestens 2 Kinder pro Frau einpendeln werden. Aber: in keinem Land hat der Rückgang der Geburten bei 2 Kindern geendet, er ist unter 2 Kinder pro Frau gesunken. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl beginnt zu schrumpfen. Heute ist die Welt nicht mehr in reiche Industrieländer mit einer hohen Lebenserwartung und einer niedrigen Geburtenrate und in arme Entwicklungsländer, in denen die Bevölkerung schnell wächst, zweigeteilt. In ostasiatischen Ländern zum Beispiel sinkt die Geburtenrate stark. In China ist die Geburtenrate niedriger als in den USA, die Bevölkerung wächst dort nur aufgrund der jungen Bevölkerungsstruktur. 2030 beginnt die Bevölkerungszahl sogar zu schrumpfen. In den USA dagegen wird die Bevölkerung weiter kräftig wachsen, im 21. Jahrhundert werden bis zu einer halben Milliarde Menschen in den USA leben. Der Grund ist die relativ hohe Geburtenrate und eine hohe Zahl von Migranten. Am stärksten wird die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten in den arabischen Ländern wachsen. In vielen Ländern wird sich die Bevölkerungszahl verdoppeln oder sogar verdreifachen. Im südlichen Afrika dagegen wird die Bevölkerung trotz weiter hoher Geburtenraten nur gering wachsen, weil AIDS stark verbreitet ist. In Namibia und in Südafrika zum Beispiel ist die durchschnittliche Lebenserwartung durch die Krankheit AIDS in kurzer Zeit um mehr als 20 Jahre gesunken, sodass die Bevölkerungszahl schrumpft. Und in Osteuropa schließlich nimmt die Bevölkerungszahl bereits heute ab, weil die Geburtenraten besonders niedrig sind, die Lebenserwartung relativ niedrig und die Zahl der Auswanderungen sehr hoch ist. |
| Lösungsvorschlag: |
| Mit dem Prozess der Schrumpfung der Bevölkerungszahlen in vielen Ländern ist der Prozess der Alterung der Bevölkerung verbunden. Global nimmt das durchschnittliche Alter der Bevölkerung zu, ebenso steigt der Anteil der über 60-Jährigen. In Westeuropa beträgt dieser Anteil heute 20%, er steigt über ca. 35% im Jahr 2050 auf voraussichtlich 45% Ende des Jahrhunderts. Die Alterung der Bevölkerung ist eigentlich ein positiver Prozess. Aber die Folge der Bevölkerungsalterung ist, dass viele gegenwärtige soziale Institutionen und Traditionen nicht mehr haltbar sind, z.B. die Rentensysteme. Einer Theorie zufolge wird es keine klar getrennten Lebensabschnitte, nämlich Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Ruhestand, mehr geben. Das wird aus demographischen Gründen nicht mehr möglich sein. Die Lebensabschnitte werden flexibler sein, Ruhephasen und Zeiten weiterer Ausbildung werden sich über das gesamte Leben verteilen. Und es wird kein festes Rentenalter mehr geben. Studien zufolge werden die Menschen nicht nur länger leben, sie werden auch länger gesund und aktiv sein. Das widerlegt die These vom "Europa der Greise". |
| METROPOLE | INFORMATION |
| Rom | - 1. Millionenstadt in Geschichte der Menschheit - kurz nach Jahr 0 >1 Mio. Einwohner |
| Rhein-Ruhr-Region | - 1 einzige Metropole - >11 Mio. Menschen |
| Bosnywash | - totale Verstädterung der Atlantikküste (Boston-New York-Washington) - 45 Mio. Menschen (= 15% der Gesamtbev. der USA) |
| Bangkok | - Hauptstadt Thailands - 80er-Jahre: Wachstum um 3.200 ha / Jahr - zu hoher Grundwasserverbrauch ® Absinken um 1,6 m/Jahr |
| Shanghai | - vergangene 80 Jahre: Absenkung um 3 m (= <4 cm/Jahr) ® akute Gefährdung für Gebäude, Tunnel, U-Bahnen |
| Dakar | - Hauptstadt Senegals - schnelle Ausbreitung ® heute neue Wohnviertel an städt. Müllhalde stoßen ® Bewohner: Trinkwasser aus verseuchten Brunnen |
| Mexico-City | heute: 23 Mio. Einwohner = <1/4 der Gesamtbev. Mexikos - erstickt in Auto-/Industrieabgasen |
| London | - 1875: Millionenstadt - Verzehnfachung der Zahl der Autos seit 1952 ® durchschn. Geschwindigkeit der Kfz. kaum höher als zzt. der Pferdekutsche - Erhöhung der Zahl der Erkrankungen der Atemwege (Asthma, Lungenkrebs) um 100% |
| Zersiedelung/Agglomeration: - nicht mehr genau sagen, wo Städte beginnen u. enden ® unregierbar (Mexiko City, Tokio, Sao Paulo) = Agglomeration: 1 o. mehrere Kernstädte + urbanes Umland - Entstehung v.a. mit Industrialisierung im 19. Jh. heute v.a. in EL ® Probleme, für Politik nicht lösbar: Verkehrsprobleme, Umweltverschmutzung, Erhöhung der Kriminalität - z.B. Slumbewohner Mexiko City: Anteil von 60% |
| Lösungsvorschlag: |
| Die erste Millionenstadt in der Geschichte der Menschheit war Rom. Hier lebten schon kurz nach Jahr null mehr als 1 Mio. Menschen. Heute gilt die Rhein-Ruhr-Region in Deutschland als eine einzige Metropole mit mehr als 11 Mio. Einwohnern. Als Bosnywash bezeichnet man die totale Verstädterung der Atlantikküste von Boston über New York nach Washington. Dort leben etwa 45 Mio. Menschen, das sind 15% der Gesamtbevölkerung der USA. Bangkok, die Hauptstadt Thailands, ist in den 80er-Jahren um 3.200 ha pro Jahr gewachsen. Durch den zu hohen Grundwasserverbrauch sank die Stadt um 1,6 m pro Jahr ab. Auch Shanghai hat sich in den vergangenen 80 Jahren um drei Meter abgesenkt, das entspricht knapp 4 cm im Jahr. Das hat zu einer akuten Gefährdung für Gebäude, Tunnel und U-Bahnen geführt. Die senegalesische Hauptstadt Dakar breitet sich so schnell aus, dass heute die neuen Wohnviertel an die städtische Müllhalde stoßen. Deshalb müssen die Bewohner ihr Trinkwasser aus verseuchten Brunnen holen. In der Metropole Mexico-City leben heute 23 Mio. Einwohner, das sind knapp ein Viertel der Gesamtbevölkerung Mexikos. Die Stadt erstickt in Auto- und Industrieabgasen. London gehörte schon 1875 zu den Millionenstädten. Hier hat sich die Zahl der Autos seit 1952 verzehnfacht. Dadurch ist die durchschnittliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge heute kaum höher als zur Zeit der Pferdekutsche. Dagegen hat sich die Zahl der Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel Asthma oder Lungenkrebs, um 100% erhöht. |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter dem Begriff "Zersiedelung" versteht man, dass man heute nicht mehr genau sagen kann, wo die Städte beginnen und wo sie enden. Solche Städte, wie z.B. Mexiko City, Tokio oder Sao Paulo, sind unregierbar geworden. Als "Agglomeration" bezeichnet man eine oder mehrere Kernstädte mit einem urbanen Umland, Agglomerationen sind v.a. mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden. Heute findet man sie v.a. in den Entwicklungsländern. Zersiedelung und Agglomerationen führen zu Problemen, die für die Politik nicht mehr lösbar sind, wie z.B. Verkehrsproblemen, Umweltverschmutzung und eine Erhöhung der Kriminalität. Zum beispiel beträgt der Anteil der Slumbewohner in Mexiko City 60%. |
| Einfamilienhaus | Haus im Grünen am Rand der Städte |
| Stadthaus | Wohnhaus in der Stadt |
| Etagenwohnung | befinden sich in so genannten Townhouses |
| - Rückzugsort vom öffentlichen Leben - Symbol der Individualität |
| Lösungsvorschlag: |
| In der Vergangenheit sind immer mehr Menschen in ein Einfamilienhaus auf dem Land umgezogen, weil es als ein Rückzugsort vom öffentlichen Leben galt. Außerdem war es für viele Menschen ein Symbol der Individualität. |
| - Rückgang der Zahl der jungen Familien Gründe: viele Erwachsene bleiben kinderlos; Eltern leben nach Auszug der Kinder länger allein - unsichere Einkommenssituation der Erwerbstätigen - immer mehr berufstätige Frauen ® Familien auf kürzere u. bequemere Wege angewiesen |
| Lösungsvorschlag: |
| Es gibt eine Reihe von Gründen dafür, dass das Einfamilienhaus immer mehr an Attraktivität verloren hat. Zunächst geht die Zahl der jungen Familien zurück, weil zum einen viele Erwachsene kinderlos bleiben und zum anderen die Eltern länger allein leben, nachdem die Kinder ausgezogen sind. Außerdem wird die Einkommenssituation der Erwerbstätigen immer unsicherer. Und schließlich gibt es immer mehr berufstätige Frauen, sodass die Familien auf kürzere und bequemere Wege angewiesen sind. |
| - hohe Bildung - relativ sichere Erwerbstätigkeit - soziales Engagement ® Garant für Stabilität u. Funktionieren der Gesellschaft |
| Lösungsvorschlag: |
| Politiker sind vor allem an der Mittelschicht in den Städten interessiert, weil sie eine hohe Bildung hat. Außerdem verfügt die Mittelschicht über eine relativ sichere Erwerbstätigkeit und ein soziales Engagement. Deshalb ist sie ein Garant für die Stabilität und das Funktionieren der Gesellschaft. |
| - handeln nach Prinzip: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht." = geringere Mobilität als Jugend - finden wegen hoher Preise keine attraktive Wohnung in Stadt (z.B. Frankfurt/M.: Quadratmeterpreis für Neubauwohnung in Innenstadt bis zu 10.000 € |
| Lösungsvorschlag: |
| Trotz aller Prognosen ziehen nur wenige Senioren in die Städte, weil sie einerseits nach dem Prinzip handeln, dass man einen alten Baum nicht verpflanzt, das heißt, sie sind nicht so mobil wie junge Menschen. Andererseits finden sie wegen der hohen Preise keine attraktiven Wohnungen in den Städten. In Frankfurt am Main beispielsweise kostet für eine Neubauwohnung ein Quadratmeter in der Innenstadt fast 10.000 €. |
| 1. | Tokio | 40 Mio. |
| 2. | New York (USA) | 22,5 Mio. |
| 3. | Mexiko City | 22 Mio. |
| 4. | Seoul (Korea) | 22 Mio. |
| 5. | Chongqing (China) | 20 Mio. |
| 12. | London (Großbritannien) | 12,5 Mio. |
| 18. | Rhein-Ruhr-Gebiet (Westen Deutschlands) | 12 Mio. |
| - langsam, aber dynamisch; Zukunft: mehr Menschen in Stadt als auf Land - 1800: 2% - 1900: 10% - 1990: 45% - 2007: 50% - 2050: 75% (Schätzung der UN) |
| - effiziente Verwaltung - weltweiter Handel - Förderung von Kunst, Kultur u. Unterhaltung |
| - Verlangsamung des Wachstums in hochindustrialisierten Regionen Japans, Amerikas, Europas - Schrumpfung der Städte (Grund: geringe Geburtenraten, strenge Einwanderungspolitik) - Beschleunigung des Wachstums in EL |
| - Stadt in China, 20 Mio. Einwohner - Rang 5 in Rangfolge der größten Städte - demnächst New York offiziell überholen - jährliches Wachstum der Bevölkerung um 200.000 Menschen |
| Lösungsvorschlag: |
| Die chinesische Stadt Chongqing hat etwa 20 Mio. Einwohner, sie belegt damit Platz 5 in der Rangfolge der größten Städte. Demnächst wird die Stadt aber New York offiziell überholt haben. Die Bevölkerung von Chongqing wächst jährlich um 200.000 Menschen. |
| - Wohnungsnot, Verkehrsbelastung, Luftverschmutzung, Kriminalität - v.a. große Metropolen kaum noch regierbar - kein Strom, Wasser, Kanalisation - Schulen u. Krankenhäuser fehlen - Drogen u. Gewalt spielen große Rolle - besonders von Naturkatastrophen bedroht (z.B. Tokio: Erdbeben, Sturmfluten, Tornados) |
| Lösungsvorschlag: |
| Megacitys haben eine Vielzahl von Nachteilen. Zunächst sind sie besonders von Wohnungsnor, Verkehrsbelastung, Luftverschmutzung und Kriminalität betroffen. Außerdem sind vor allem große Metropolen kaum noch regierbar. In vielen Stadtteilen gibt es keinen Strom, kein Wasser und keine Kanalisation. Darüber hinaus fehlen Schulen und Krankenhäuser. Drogen und Gewalt spielen eine große Rolle. Schließlich sind Metropolen besonders von Naturkatastrophen bedroht, in Tokio zum Beispiel können jederzeit Erdbeben, Sturmfluten oder Tornados auftreten. |
| - Megacitys erzeugen viele Probleme, lösen aber auch viele - Erde wäre so zersiedelt, kaum Nahrungsmittel erzeugen - Folge: Kriege um landwirtschaftliche Ressourcen - sorgen dafür, dass mehr Menschen Zugang zu Bildung bekommen (je gebildeter, desto geringere Zahl von Geburten) |
| Lösungsvorschlag: |
| Das Fazit der UN lautet, dass Megacitys zwar viele Probleme erzeugen, dass sie aber auch viele Probleme lösen. Ohne Megacitys wäre die Erde so zersiedelt, dass die Menschen kaum noch Nahrungsmittel erzeugen könnten. Das hätte zur Folge, dass Kriege um landwirtschaftliche Ressourcen geführt würden. Außerdem sorgen Megacitys dafür, dass mehr Menschen Zugang zu Bildung bekommen. Und je gebildeter die Menschen sind, desto weniger Menschen werden geboren. |
| Analphabetismus: - indiv. Defizite im Lesen u. Schreiben - so weit ® Menschen können nicht lesen u. schreiben |
| totaler Analphabet: - nie lesen u. schreiben gelernt |
| sekundärer Analphabet: - Fähigkeiten zum Lesen u. Schreiben aus versch. Gründen wieder verlernt |
| funktionaler Analphabet: - erkennen Buchstaben, können ein paar Wörter schreiben - aber: verstehen Sinn eines Textes nicht (z.B. Busfahrpläne, Fernsehprogramme) |
| Analphabetenrate: - Anteil der Erwachsenen (nicht lesen u. schreiben) an Gesamtbev. |
| 1. Ursache: zunehmende Ablösung der Schrift- und Printmedien durch Telefon u. Bildschirmmedien in IL |
| 2. Ursache: Bevölkerungswachstum in EL - wichtig für absolut steigende Analphabetenzahl in EL - langsames Sinken der Analphabetenrate in meisten EL, aber: Anstieg der absoluten Zahl - Grund für scheinbaren Widerspruch: hohes Bev.-Wachstum in EL - Abnahme der Zahl der Analphabeten im Verhältnis zur Gesamtbev.-Zahl - aber: deutlicher Anstieg der absoluten Zahl |
| 3. Ursache: hohe Rückfallquote = keine Anwendung der Kenntnisse in berufl. u. gesell. Leben durch Menschen, die Lesen u. Schreiben gelernt haben ® nach kurzer Zeit Fähigkeiten vergessen ® sekundäre Analphabeten |
| 4. Ursache: zu geringe Zahl von Grundschulen in vielen EL |
| 5. Ursache: Mangel an ausgebildeten Lehrern ® nicht alle Kinder Grundschule besuchen ® zu kurzer Schulbesuch (Anfang des 21. Jhs.: >100 Mio. Kinder nicht zur Schule) |
| 6. Ursache: keine einheitliche Landessprache - keine Schriftsprachen ® gesprochene Dialekte |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter Analphabetismus versteht man individuelle Defizite im Lesen und Schreiben, die so weit reichen können, dass die Menschen nicht lesen und schreiben können. Ein totaler Analphabet ist ein Mensch, der nie lesen und schreiben gelernt hat. Bei einem sekundären Analphabeten handelt es sich um einen Menschen, der zwar lesen und schreiben gelernt hat, der aber seine Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben aus verschiedenen Gründen wieder verlernt hat. Als funktionalen Analphabeten bezeichnet man einen Menschen, zwar Buchstaben erkennen und auch ein paar Wörter schreiben kann, der aber den Sinn eines Textes, z.B. Busfahrpläne oder Fernsehprogramme, verstehen kann. Unter der Analphabetenrate wird der Anteil der Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können, an der Gesamtbevölkerung verstanden. |
| Lösungsvorschlag: |
| Für den Analphabetismus gibt es eine Vielzahl von Ursachen. In den Industrieländern ist eine Ursache für den funktionalen Analphabetismus, dass zunehmend die Schrift- und Printmedien durch das Telefon und durch die Bildschirmmedien abgelöst werden. Eine weitere Ursache für den Analphabetismus ist das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern. Die Analphabetenrate in den meisten Entwicklungsländern sinkt zwar langsam, aber die absolute Zahl der Analphabeten steigt an. Der Grund für diesen scheinbaren Widerspruch ist das hohe Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern. Die Zahl der Analphabeten nimmt im Verhältnis zur Gesamtbevölkerungszahl zwar ab, aber die absolute Zahl steigt an. Ein weiterer Grund ist die hohe Rückfallquote, das heißt die Menschen haben zwar Lesen und Schreiben gelernt, sie können ihre Kenntnisse jedoch im beruflichen und gesellschaftlichen Leben nicht anwenden. Nach kurzer Zeit haben sie ihre Fähigkeiten wieder vergessen und sie sind sekundäre Analphabeten. Die 4. Ursache ist die zu geringe Zahl von Grundschulen in vielen Entwicklungsländern, und damit verbunden ist die 5. Ursache, nämlich der Mangel an ausgebildeten Lehrern. Deshalb können nicht alle Kinder eine Grundschule besuchen und außerdem ist die Dauer des Schulbesuchs zu kurz. Anfang des 21. Jahrhunderts konnten mehr als 100 Mio. Kinder nicht zur Schule gehen. Eine weitere Ursache ist schließlich, dass es in vielen Ländern keine einheitliche Landessprache gibt. Es existieren in diesen Ländern oftmals keine Schriftsprachen, sondern es dominieren gesprochene Dialekte. |
| Medien/Sphären umgeben den Menschen (Luft, Wasser, Boden, Organismen) |
| Gliederung |
| 1. Luft (Lufthülle, Atmosphäre) - Gemisch verschiedener Gase (durch Gravitation der Erde festgehalten) - 78% N, 21% O, 0,9% Ar + Spurengase: Methan, Ozon, Schwefeldioxid - bis in Höhe von max. 16 km: Wetter - Funktionen der Atm. für Menschen: 1. Speicher von Gasen (N, O) ® kein Leben auf Erde 2. Schutz aller Lebewesen vor schädlichen/tödlichen Strahlen aus Weltraum 3. Temperaturausgleich zwischen Tag u. Nacht ® Verhinderung extrem hoher T am Tag u. tiefer T in Nacht 4. Aufrechterhaltung einer T von 15°C auf Erdoberfläche 5. Schutz der Erde vor kleinen Körpern aus Weltall ® verglühen 2. Wasser (Wasserhülle, Hydrosphäre) - Ozeane (96% des Wassers der Erde), Flüsse, Seen, Grundwasser, Eis, Schnee, Wasser der Atm. - Gesamtwassermenge der Erde = konst. = 1,4 Mrd. km3 - Einteilung des Wassers in Salzwasser, Süßwasser, Brackwasser (= Gemisch aus Süß- u. Salzwasser an Mündungen von Flüssen ins Meer) - Mensch: v.a. Nutzung des Süßwassers als Trink- u. Nutzwasser 3. Boden (2 Teile: Lithosphäre, Pedosphäre) - Lithosphäre = oberste Schicht des festen Gesteins; Erdkruste, oberster Erdmantel bis in 100 - 300 km Tiefe - Pedosphäre = oberste Bodenschicht; Besiedlung durch Lebewesen bis in 5 m Tiefe Boden: Entstehung v.a. durch Verwitterung der Gesteine verantwortlich: klimatische Einwirkungen (Sonne, Wind, Regen) zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere, Menschen 4. Organismen (Biosphäre) - keine abgegrenzte Sphäre Durchdringung der 3 Teilbereiche: Hydrosphäre, oberster Teil der Pedosphäre, unterster Teil der Atmosphäre - in Atmosphäre: bis in Höhe von 20 km; Hydrosphäre: Tiefe von 10 km; Pedosphäre: Tiefe von 5 m - Lebensraum für Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen (Bakterien, Viren); Menschen - heute bekannt: 2 Mio. Arten von Lebewesen 950.000 Insekten, 270.000 Pflanzen; 5.000 Säugetiere Schätzungen: 10 - 200 Mio. Arten noch nicht bekannt täglich: 100 Arten von Lebewesen sterben aus, v.a. durch Menschen |
| Lösungsvorschlag: |
| Ich möchte über die Umwelt informieren. Unter dem Begriff Umwelt versteht man die Medien bzw. Sphären, die den Menschen umgeben, nämlich die Luft, das Wasser, den Boden sowie die Organismen. Die Umwelt lässt sich also in vier Teilbereiche gliedern, in Luft, Wasser, Boden und Organismen. Die Luft setzt sich aus Stickstoff, Sauerstoff, Argon sowie aus Spurengasen zusammen. Zu den Spurengasen zählen Methan, Ozon und Schwefeldioxid. das wasser lässt sich in Salzwasser der Ozeane, in Süßwasser und Brackwasser einteilen. Zum Süßwasser gehören das Wasser der Flüsse, der Seen, das Grundwasser, Eis und Schnee sowie das Wasser der Atmosphäre. Der Boden untergliedert sich in Lithosphäre und Pedosphäre. Die Organismen schließlich untergliedern sich in Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, zu den Mikroorganismen gehören Bakterien und Viren. Der erste Teilbereich der Umwelt, die Luft, wird auch als Lufthülle oder Atmosphäre bezeichnet. Sie ist ein Gemisch verschiedener Gase, die durch die Gravitation der Erde festgehalten werden. Luft besteht aus 78% Stickstoff, aus 21% Sauerstoff und 0,9% Argon sowie aus Spurengase, wie z.B. Methan, Ozon und Schwefeldioxid. Bis in eine Höhe von maximal 16 km findet das Wetter statt. Die Atmosphäre hat für den Menschen eine Reihe von Funktionen. Zuerst speichert sie die Gase Stickstoff und Sauerstoff, ohne die es kein Leben auf der Erde geben würde. Sie schützt auch alle Lebewesen vor schädlichen oder tödlichen Strahlen aus Weltraum. Außerdem gleicht sie die Temperaturen zwischen Tag und Nacht aus, sodass sie extrem hohe Temperaturen am Tag und tiefe Temperaturen in der Nacht verhindert. Darüber hinaus erhält sie eine Temperatur von 15°C auf der Erdoberfläche aufrecht. Und schließlich schützt die Atmosphäre die Erde vor kleinen Körpern aus Weltall, die verglühen. Der zweite Teilbereich der Umwelt ist das Wasser, er wird auch Wasserhülle oder Hydrosphäre genannt. Sie besteht aus den Ozeanen, die 96% des Wassers der Erde enthalten, sowie aus Flüssen, Seen, dem Grundwasser, Eis und Schnee sowie dem Wasser der Atmosphäre. Die Gesamtwassermenge der Erde ist konstont, sie beträgt 1,4 Mrd. km3. Das Wasser kann in Salzwasser, Süßwasser und Brackwasser eingeteilt werden. Brackwasser ist ein Gemisch aus Süß- und Salzwasser an den Mündungen von Flüssen ins Meer. Der Mensch nutzt vor allem das Süßwasser als Trink- und Nutzwasser. Ein weiterer Teilbereich ist der Boden, der aus der Lithosphäre und der Pedosphäre besteht. Die Lithosphäre ist die oberste Schicht des festen Gesteins, die Erdkruste, und der oberste Erdmantel bis in 100 - 300 km Tiefe. Die Pedosphäre ist die oberste Bodenschicht, die durch Lebewesen bis in 5 m Tiefe besiedelt ist. Der Boden entsteht v.a. durch Verwitterung der Gesteine. Dafür sind klimatische Einwirkungen wie Sonne, Wind und Regen verantwortlich. Der Boden ist die zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und Tiere sowie den Menschen Menschen. Der 4. Teilbereich der Umwelt schließlich ist die Sphäre der Organismen, sie wird auch als Biosphäre bezeichnet. Die Biosphäre ist keine abgegrenzte Sphäre, sondern sie durchdringt die anderen drei Teilbereiche, nämlich die Hydrosphäre, den obersten Teil der Pedosphäre und den untersten Teil der Atmosphäre. In der Atmosphäre reicht sie bis in eine Höhe von 20 km, in der Hydrosphäre bis in eine Tiefe von 10 km und in der Pedosphäre erstreckt sie sich bis in eine Tiefe von 5 m. Sie ist der Lebensraum für Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen, d.h. Bakterien und Viren, sowie für den Menschen. Heute sind 2 Mio. Arten von Lebewesen bekannt, davon sind 950.000 Insekten, 270.000 Pflanzen und 5.000 Säugetiere. Schätzungen zufolge sind 10 bis 200 Mio. Arten noch nicht bekannt. Täglich sterben aber auch 100 Arten von Lebewesen aus, v.a. durch Menschen. |
| Salzwasser - Süßwasser - Brackwasser |
| ORT | WASSERMENGE/-ANTEIL |
| Erde | ~1,4 Mio. km3 Wasser weder Vermehrung noch Verringerung Grund: z.B. Rückkehr des Wassers aus Pflanzen durch Verdunstung in Wk 97% Salzwasser; 3 Prozent Süßwasser; sehr geringe Menge Brackwasser |
| Flüsse/Seen | 0,5% von 3% Süßwasser aber: liefern >80% des weltweit von Indutrie u. Landwirtschaft genutzten Wassers |
| Seen | 4/5 des gesamten Süßwassers |
| "Großer See" (Norden der USA) | 82.000 km2 = flächenmäßig größter Süßwassersee der Erde |
| Baikalsee (Russland, 1.940 m tief) | 1/5 aller Süßwasserreserven der Erde |
| polares Eis | 75% des gesamten Süßwassers der Erde (mit heutiger Technik nicht nutzbar) |
| Wüsten | Niederschlagsmenge: <200 mm/Jahr ® Wassermangel |
| Himalaja-Gebirge (Asien) | Niederschlagsmenge: bis 30.000 mm/Jahr |
| menschlicher Körper | ~70% Wasser Abnahme mit zunehmendem Alter |
| Tiere/Pflanzen | bis 97% Wasser |
| Probleme bei der Wasserversorgung: - in vielen EL Afrikas, Asiens u. Lateinamerikas: steigende Bev.-Zahlen ® große Probleme mit Wasserversorgung - in meisten Metropolen: + <30% der Einwohner an Wasserleitungsnetz angeschlossen + 30% nur zum Teil Versorgung mit Trinkwasser ® ~2,5 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sicheren Wasserquellen - Verschärfung der Probleme mit Wasserversorgung durch Verschmutzung großer Mengen von Süßwasser = Verseuchung mit Bakterien/Viren, Verschmutzung mit chemischen Stoffen (Schwermetalle/Pestizide) - jedes Jahr: Verschmutzung der Meere durch >3 Mio. t Erdöl 1/2 davon vom Festland (v.a. aus Öl-Raffinerien) 1/3 beim Reinigen der Tanks von Öltankern mit Absicht ins Meer gepumpt 1/6 von Tankerunfällen |
| Lösungsvorschlag: |
| Ich möchte darüber informieren, welche Probleme es bei der Wasserversorgung gibt. In vielen Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas steigen die Bevölkerungszahlen, was zu großen Problemen bei der Wasserversorgung führt. In den meisten Metropolen sind weniger als 30% der Einwohner an das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Weitere 30% können nur zum Teil mit Trinkwasser versorgt werden. Das bedeutet, dass ungefähr 2,5 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sicheren Wasserquellen haben. Die Probleme mit der Wasserversorgung werden durch die Verschmutzung großer Mengen von Süßwasser noch verschärft. Das Wasser ist mit Bakterien bzw. Viren verseucht und mit chemischen Stoffen, z.B. Schwermetallen und Pestizide, verschmutzt. Außerdem werden die Meere jedes Jahr durch mehr als 3 Mio. t Erdöl verschmutzt. Die Hälfte davon kommt vom Festland, v.a. aus Öl-Raffinerien. Ein Drittel wird beim Reinigen der Tanks von Öltankern mit Absicht ins Meer gepumpt und ein Sechstel stammt von Tankerunfällen. |
| 1. Teil: Ursachen des Wassermangels 2. Teil: Folgen des Wassermangels |
| - Bevölkerungsanstieg von ~6,7 Mrd. heute ® >9 Mrd. 2050 - Experten: klimatische Veränderungen ® Zunahme der Zahl von Trockengebieten |
| Lösungsvorschlag: |
| Folgende Ursachen werden im Text dafür genannt, dass immer weniger sauberes Wasser zur Verfügung steht. Zum einen steigt die Bevölkerungszahl von zirka 6,7 Milliarden heute auf voraussichtlich mehr als 9 Milliarden im Jahr 2050 an. Zum anderen prognostizieren Experten, dass durch klimatische Veränderungen die Zahl von Trockengebieten zunimmt. |
| - heute: >1 Mrd. Menschen kein sauberes Trinkwasser - 2075: 3 - 7 Mrd. in Gebieten mit Wassermangel (Schätzungen) |
| Lösungsvorschlag: |
| Während heute mehr als eine Milliarde Menschen nicht über sauberes Trinkwasser verfügen können, werden Schätzungen zufolge im Jahr 2075 drei bis sieben Milliarden menschen in Gebieten mit Wassermangel leben. |
| - 188 Milliarden m3 - <1/3 |
| Lösungsvorschlag: |
| Deutschland verfügt über insgesamt knapp 190 Milliarden Kubikmeter Wasser, weniger als ein Drittel davon wird genutzt. |
| - Naturschutzorganisation WWF: Import von ~10% des jährlichen Bedarfs an landwirtschaftl. Gütern aus Türkei ® von Ernteverlusten durch Dürren betroffen |
| Lösungsvorschlag: |
| Laut der Naturschutzorganisation WWF importiert Deutschland etwa 10 Prozent seines jährlichen Bedarfs an landwirtschaftlichen Gütern aus der Türkei. Aus diesem Grunde ist Deutschland auch von Wassermangel und Ernteverlusten durch Dürren in der Türkei betroffen. |
| - Entnahme von immer größeren Wassermengen aus Oberflächen- u. Grundwasserreservoiren zur kurzfristigen Behebung der Wasserknappheit |
| Lösungsvorschlag: |
| Nordeuropa ist auch von Wassermangel betroffen, weil immer größere Wassermengen aus den Oberflächen-und Grundwasserreservoiren entnommen werden, um die Wasserknappheit kurzfristig zu beheben. |
| - Bau von 22 Staudämmen, 19 Wasserkraftwerken, kilometerlange Bewässerungssysteme - Ziel: Bewässerung des trockenen Südens des Landes |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Türkei will 22 Staudämme, 19 Wasserkraftwerke und kilometerlange Bewässerungssysteme bauen, um den trockenen Süden des Landes zu bewässern |
| - Zunahme von Krankheiten - 80% aller Krankheiten in EL: Zusammenhang mit verschmutztem Wasser - alle 17 Sek. stirbt Kind an Durchfall durch verseuchtes Wasser |
| Lösungsvorschlag: |
| Schon heute nehmen Krankheiten durch verseuchtes Wasser zu. 80 Prozent aller Krankheiten in den Entwicklungsländern hängen mit verschmutztem Wasser zusammen. Zum Beispiel stirbt alle 17 Sekunden ein Kind an Durchfall, der durch verseuchtes Wasser verursacht wird. |
| 1. Waldflächen in europäischen Ländern 2. Bestandteile des Waldes 3. allgemeine Funktionen des Waldes 4. Nutzfunktion des Waldes 5. Schutzfunktion des Waldes 6. Erholungsfunktion des Waldes |
| Schweden: 52% Österreich: 47% Deutschland: knapp 1/3 Schweiz: 1/3 Norwegen: 30% Niederlande: unter 10% |
| unbelebte Komponente: Gesteine, Böden, Luft, Klima belebte Komponente: Pflanzen, Tiere |
| Lage des Waldes (z.B. Flüsse oder Gebirge) |
| Spaziergänge, Wandern, Nordic Walking, Ski fahren, Reiten |
| - vielseitiger Rohstoff - wächst ständig nach - umweltfreundliche Erzeugung |
| Lösungsvorschlag: |
| Der Rohstoff Holz hat eine Reihe von Vorteilen. Zuerst ist es ein sehr vielseitiger Rohstoff. Außerdem wächst er ständig nach und schließlich kann er umweltfreundlich erzeugt werden. |
| - Speicherung großer Mengen von Wasser (1 m2 - 200 l) - Verhinderung des zu schnellen Abflusses des Wassers an der Oberfläche - langsame Versickerung von Regen- u. Schmelzwasser - durch Filterung sauberes Grundwasser ® Nutzung als Trinkwasser |
| Lösungsvorschlag: |
| Der Wald leistet einen großen Beitrag für den Wasserschutz, indem er große Mengen von Wasser speichert. Ein Quadratmeter Boden ist in der Lage, bis zu 200 Liter Wasser zu speichern. Das hat zur Folge, dass verhindert wird, dass das Wasser an der Oberfläche zu schnell abfließt. Regenwasser und Schmelzwasser versickern langsam. Der Waldboden filtert das Wasser zu sauberem Grundwasser, sodass es als Trinkwasser genutzt werden kann. |
| - positiv - Lufttemperaturen im Wald: 4 - 8 Grad niedriger als in Städten - Temperaturunterschiede ® ständiger Luftaustausch zwischen Wald und Stadt ® saubere Luft strömt in Städte |
| Lösungsvorschlag: |
| Der Wald beeinflusst das Klima in den Städten positiv. Die Lufttemperaturen im Wald sind 4 bis 8 Grad niedriger als in Städten. Diese Temperaturunterschiede bewirken einen ständigen Luftaustausch zwischen Wald und Stadt. Dadurch strömt saubere Luft in die Städte. |
| 1. Definition des Waldes 2. Lage des tropischen Regenwaldes 3. der tropische Regenwald als Feuchtigkeitsspeicher 4. die Gefährdung des tropischen Regenwaldes durch den Menschen 5. Folgen der Vernichtung tropischer Wälder 6. Maßnahmen zur Rettung des tropischen Regenwaldes 7. die Rolle der Menschen in den westlichen Industrieländern |
| - Bäume oft haushoch ® extrem wenig Sonnenlicht auf Erdboden ® Pflanzen am Boden: besonders große Blätter ® Schutz vor Sonnenstrahlung ® Speicherung des Wassers; Zirkulation unter Blättern in endlosem Kreislauf von Verdunstung u. Niederschlägen - tropischer Regenwald: Schutz vor Austrocknung des Bodens u. vor Überschwemmungen durch Regenstürme (typisch für Tropen) |
| Lösungsvorschlag: |
| Der tropische Regenwald funktioniert folgendermaßen als Feuchtigkeitsspeicher. Die oft haushohen Bäume lassen nur extrem wenig Sonnenlicht auf den Erdboden fallen. Deshalb haben die Pflanzen am Boden besonders große Blätter. Die Folge davon ist, dass sie einerseits vor der Sonnenstrahlung schützen und andererseits das Wasser speichern. Es zirkuliert unter den Blättern in einem endlosem Kreislauf von Verdunstung und Niederschlägen. |
| - Menschen - Bevölkerungswachstum in Regionen ® gestiegener Bedarf an Holz, größerer Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche ® rücksichtslose Abholzung des Regenwaldes ® Waldfläche von Größe der BR Deutschland verschwindet jährlich = Raubbau am Wald |
| Lösungsvorschlag: |
| Der tropische Regenwald ist vor allem durch den Menschen in Gefahr. Das Bevölkerungswachstum in diesen Regionen führt dazu, dass der Bedarf an Holz gestiegen ist, was wiederum einen größeren Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche zur Folge hat. Der Regenwald wird rücksichtslos abgeholzt. Jährlich verschwindet eine Waldfläche von der Größe der Bundesrepublik Deutschland. Das nennt man einen Raubbau am Wald. |
| - Veränderung des Klimas der Erde u. des Wasserhaushalts der Erde (Zunahme von Überschwemmungen u. Dürrekatastrophen) - Raubbau ® Erosion des Bodens + Verwandlung des tropischen Bodens durch Brandrodung in Ackerboden + keine Bäume ® ungehinderte Einwirkung von Sonne, Wind u. Wasser auf freie Bodenflächen ® Boden nach 2 - 3 Ernten ausgelaugt ® nichts mehr wachsen ® neue Ackerflächen ® Rodung eines neuen Stück Waldes = Teufelskreis |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Vernichtung des tropischen Regenwaldes hat zwei Folgen. Zum einen verändern sich das Klima der Erde und der Wasserhaushalt. Überschwemmungen und Dürrekatastrophen nehmen zu. Zum anderen erodiert der Boden. Der tropische Boden wird durch Brandrodung in Ackerboden verwandelt. Wenn es aber keine Bäume mehr gibt, können Sonne, Wind und Wasser ungehindert auf die freien Bodenflächen einwirken. Das hat zur Folge, dass der Boden nach 2 bis 3 Ernten ausgelaugt ist, dort kann nichts mehr wachsen. Neue Ackerflächen werden benötigt, sodass ein neues Stück Wald gerodet werden muss. |
| - Verringerung der menschl. Not in tropischen Regionen - heute in Regenwaldgebieten: ca. 200 Mio. Menschen (ernähren, Ackerland) - Investition von Entwicklungshilfe in Umweltprojekte u. Ausbildung der Bauern - v.a. langfristiger Stopp der Bevölkerungsexplosion in diesen Gebieten |
| Lösungsvorschlag: |
| Um den tropischen Regenwald zu retten, sind eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Erstens muss die menschliche Not in den tropischen Regionen verringert werden. Schon heute leben in den Regenwaldgebieten ca. 200 Mio. Menschen, die sich ernähren müssen und die Ackerland brauchen. Außerdem muss die Entwicklungshilfe in Umweltprojekte und in die Ausbildung der Bauern investiert werden. Und schließlich muss vor allem die Bevölkerungsexplosion in diesen Gebieten langfristig gestoppt werden. |
| - Industriestaaten: Verbrauch von viel Rindfleisch für Steaks u. Hamburger ® Zerstörung von jährlich ~25 Mio. ha Wald durch einheimische Rinderzüchter zur Gewinnung von billigem Weideland u. Steigerung der Rindfleischexporte in westl. Industriestaaten |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Menschen in den westlichen Industriestaaten tragen zur Vernichtung des tropischen Regenwaldes bei, indem sie zu viel Rindfleisch für Steaks und Hamburger verbrauchen. Deshalb zerstören einheimische Rinderzüchter jährlich etwa 25 Mio. Hektar Wald, um billiges Weideland zu gewinnen und die Rindfleischexporte in die westlichen Industriestaaten zu steigern. |
| - Größe wie Vereinigte Staaten |
| - doppelte Größe Deutschlands |
| - Größe von Mecklenburg-Vorpommern |
| - Regenwald im Becken des Flusses Amazonas in Südamerika - größtes zusammenhängendes Regenwald-Gebiet der Erde - hohe Niederschlagsmengen - hohe Luftfeuchtigkeit - stete u. kräftige äquatoriale Sonneneinstrahlung - großer Artenreichtum an Pflanzen u. Tieren |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter dem Amazonas-Regenwald versteht man einen Regenwald im Becken des Flusses Amazonas in Südamerika. Er ist das größte zusammenhängende Regenwald-Gebiet der Erde. Der Amazonas-Regenwald ist gekennzeichnet durch hohe Niederschlagsmengen, durch eine hohe Luftfeuchtigkeit, durch stete und kräftige äquatoriale Sonneneinstrahlung sowie durch einen großen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. |
| - "Klimamaschine" bindet Luftfeuchtigkeit senkt Temperatur der Erde produziert Sauerstoff - größtes Süßwasserreservoir der Welt |
| - Brandrodung zur Nutzung für Ernährung durch einheimische Bauern - Fällen von Tropenhölzern durch in- u. ausländische Holzfirmen - Ausbeutung des Bodens (Gold, Eisen, Kupfer, Bauxit u. andere Mineralien) - Vergiftung des Bodens mit Quecksilber durch Minenunternehmen u. Goldsucher - Bau von Staudämmen u. Wasserkraftwerken - Rinderzucht zur Fleischproduktion u. zum Export - Soja-Anbau |
| - Anstieg der weltweiten Kohlendioxid-Konzentration - fehlender CO2-Filter |
| Lösungsvorschlag: Der Amazonas-Regenwald ist ein Regenwald, der sich im Becken des Flusses Amazonas in Südamerika befindet. Er ist das größte zusammenhängende Regenwald-Gebiet der Erde. Er ist gekennzeichnet durch hohe Niederschlagsmengen, eine hohe Luftfeuchtigkeit, durch stete und kräftige äquatoriale Sonneneinstrahlung sowie durch einen großen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Der Amazonas-Regenwald hat für das Klima der Erde eine Reihe von Funktionen. Er wirkt wie eine riesige "Klimamaschine", indem er die Luftfeuchtigkeit bindet, die Temperatur der Erde senkt und Sauerstoff produziert. Außerdem ist er das größte Süßwasserreservoir der Welt. Aber der Amazonas-Regenwald wird durch den Menschen vernichtet. Die einheimischen Bauern roden den Wald durch Feuer, um das Gebiet für die Ernährung zu nutzen. Dadurch steigt aber die weltweite CO2-Konzentration an, weil der Wald als CO2-Filter verloren geht. In- und ausländische Holzfirmen fällen die Tropenhölzer. Außerdem wird der Boden ausgebeutet, um Gold, Eisen, Kupfer, Bauxit und andere Mineralien zu gewinnen. Minenunternehmen und Goldsucher vergiften den Boden mit Quecksilber. Staudämme und Wasserkraftwerke werden gebaut. Rinder werden gezüchtet, um Fleisch zu produzieren und es zu exportieren. Und schließlich wird auch Soja angebaut. |
| 1. Schutz der Lebewesen vor der Strahlung aus dem Weltraum 2. Ausgleich der Temperaturen auf der Erde 3. Wasserkreislauf 4. Verteilung und Abbau anthropogener Schadstoffe 5. Schutz vor Meteoriten |
| - Gase: Sauerstoff, Stickstoff, Argon; Spurengase - Wasser - kleine, feste Teilchen (Aerosole) |
| - beide unterste Schichten (Troposphäre, Stratosphäre) |
| - große Reibung |
| - chemische Stoffe Abgase (CO, CO2, NOx, Schwermetalle) - Feinstaub |
| - Sonne Abstrahlung von UV-Strahlung - Atmosphäre: Wirkung wie Filter - Absorption u. Reflexion der UV-Strahlung |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Sonne strahlt u.a. UV-Strahlung auf die Erde ab. Die Atmosphäre wirkt wie ein Filter, das heißt, sie absorbiert und reflektiert diese UV-Strahlung. |
| - Tag: Absorption u. Reflexion eines Teils der Strahlen Rest: Erwärmung der Oberfläche teilweises Zurückhalten der Wärme Wolken: Beitrag dazu ® geringerer Anstieg der Temperaturen an wolkigen Tagen als bei sonnigem Wetter - Nacht: zusätzliche Hülle durch Wolken ® Verhinderung einer starken Abkühlung |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Atmosphäre gleicht die Temperaturen auf der Erde folgendermaßen aus. Am Tag absorbiert und reflektiert sie einen Teil der Sonnenstrahlen. Der Rest der Strahlen erwärmt die Oberfläche der Erde. Die Atmosphäre hält die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche teilweise zurück. Auch die Wolken leisten dazu einen Beitrag. Dadurch steigen die Temperaturen an wolkigen Tagen geringer an als bei sonnigem Wetter. In der Nacht wirken die Wolken wie eine zusätzliche Hülle, sodass eine starke Abkühlung verhindert wird. |
| - Umwandlung u. Abbau der meisten Schadstoffe durch chem. Reaktionen in Atmosphäre - Auswaschung durch Regen aus Atmosphäre |
| Lösungsvorschlag: |
| Die anthropogenen Schadstoffe verschwinden wieder aus der Atmosphäre, indem die meisten Schadstoffe durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre umgewandelt und abgebaut werden. Außerdem werden sie durch den Regen aus der Atmosphäre ausgewaschen. |
| - Sibirien: Zerfall u. Explosion eines Körpers mit 80 m Durchmesser in Höhe von 5 km ® Zerstörungen in Gebiet von >2.000 km2 |
| Lösungsvorschlag: |
| Am 30. Juni 1908 ist in Sibirien ein Körper mit einem Durchmesser von 80 Metern in einer Höhe von 5 Kilometern über der Erdoberfläche zerfallen und dann explodiert. Dadurch wurde ein Gebiet von mehr als 2.000 km2 zerstört. |
| Transport von warmem Wasser aus Karibik nach Grönland ® Abkühlung des warmen Oberflächenwassers auf Weg nach Norden ® durch Verdunstung salziger u. schwerer ® vor Küste Südgrönlands: so schwer, sinkt in Tiefe von bis zu 5.000 m ® Erzeugung eines starken Sogs: zieht warmes Wasser aus Karibik nach Norden ® kaltes Wasser strömt auf Meeresboden zurück in Süden = Zirkulation |
| - globale Erwärmung bis 2100: +1,4 - +5,8 Grad gegenüber 1990 - gravierende Folgen: + häufigere u. stärkere Stürme + starker Regen u. Überschwemmungen + Dürreperioden + plötzliche Klimaänderungen (z.B. Versiegen des Golfstroms) |
| - Versiegen des Golfstroms durch Klimaerwärmung - höhere Niederschläge, Abschmelzen des Grönland-Eises ® mehr Süßwasser zum nördlichen Teil des Atlantiks als bisher |
| - Steigerung der Energieeffizienz - Reduzierung der Emission der Treibhausgase - Ausbau der erneuerbaren Energien (Wind, Wasser, Sonne) |
| - heute: wesentlich höhere Wassertemperatur deutlich geringerer Salzgehalt |
| Lösungsvorschlag: |
| Das Wasser des Golfstroms vor Grönland sinkt aus folgenden Gründen nicht mehr so tief abwärts. Zum einen sind die Wassertemperaturen heute wesentlich höher, und zum anderen ist der Salzgehalt deutlich geringer als früher. |
| - besonders intensiver Klimawandel in Arktis - Arktis: Temperaturen zuletzt fast 2x so schnell gestiegen wie in Mitteleuropa - Alaska, Kanada: Ø 3-4 Grad wärmer als 1950 bis Ende des Jahrhunderts: 3-4 Grad wärmer |
| Lösungsvorschlag: |
| Das Fazit einer Studie von 2004 lautet folgendermaßen. Der Klimawandel in der Arktis soll besonders intensiv sein. Dort seien die Temperaturen zuletzt fast doppelt so schnell gestiegen wie in Mitteleuropa. In Alaska und Kanada sei es durchschnittlich drei bis vier Grad wärmer als 1950, und bis Ende des Jahrhunderts soll es noch einmal 4 bis 4 Grad wärmer sein. |
| - weitere Abkühlung des Nordatlantiks ® weniger Niederschläge ® regionale Austrocknung (Dürre) ® verheerende Hungerkatastrophen |
| Lösungsvorschlag: |
| Wenn sich der Nordatlantik weiter abkühlt, dann fallen weniger Niederschläge. Durch die geringeren Niederschläge kommt es zu regionalen Austrocknungen und sogar Dürren. Eine Dürre kann schließlich zu verheerenden Hungerkatastrophen führen. |
| - Verlangsamung des Golfstroms ® "Kleine Eiszeit" auf nördlicher Erdhalbkugel bis ins 19. Jahrhundert |
| Lösungsvorschlag: |
| Im 14. Jahrhundert passierte Folgendes. Der Golfstrom hatte sich verlangsamt, sodass es zu einer so genannten "Kleinen Eiszeit" kam, die bis ins 14. Jahrhundert dauerte. |
| - fossile, nichterneuerbare, erneuerbare Energieträger - Erdgas, Sonne, Kohle, Erdöl, Wind, Wasser |
| - Wärme des Feuers - Licht der Sonne - Bewegung des Windes u. des Wassers |
| - Abnahme des Nutzwertes von Energie durch Umwandlung u. Transport Bsp.: chemische E des Erdgases ® Verbrennung in Wärmeenergie ® Abgabe der Wärme an Umgebung ® nicht mehr nutzbar |
| - mechanische, thermische, elektrische, chemische, Strahlungs-, Kern-Energie |
| - in Solaranlagen: + thermisch + elektrischer Strom |
| - Antrieb eines Autos durch einen Motor = mechanische Arbeit von Verbrennungsmotor Verbrennung eines Benzin-Luft-Gemischs im Zylinder eines Motors ® Verbrennungsgase: größeres Volumen als Benzin-Luft-Gemisch Anstieg des Drucks im Zylinder ® Umsetzung in Bewegungsenergie = Umwandlung von chem. E in mech. E |
| Lösungsvorschlag: |
| Die Definition der Energie wird durch folgendes Beispiel erläutert. Ein Auto wird durch einen Motor angetrieben, das heißt, der Verbrennungsmotor verrichtet mechanische Arbeit. Im Zylinder des Motors verbrennt ein Benzin-Luft-Gemisch. Die Verbrennungsgase haben ein größeres Volumen als das Benzin-Luft-Gemisch, sodass der Druck im Zylinder ansteigt. Der Druck wird in Bewegungsenergie umgesetzt. Das bedeutet, dass im Verbrennungsmotor chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt wird. |
| - Kohle: im Laufe mehrerer hundert Millionen Jahre aus abgestorbenen Pflanzen versunkener Wälder - Erdöl/Erdgas: Zersetzung von Mikroorganismen in ehemaligen Meeren |
| Lösungsvorschlag: |
| Kohle und Erdöl bzw. Erdgas sind folgendermaßen entstanden. Kohle hat sich im Laufe mehrerer hundert Millionen Jahre aus abgestorbenen Pflanzen versunkener Wälder gebildet. Erdöl und Erdgas entstanden, indem Mikroorganismen in ehemaligen Meeren zersetzt wurden. |
| - E, die vom Verbraucher direkt genutzt wird Bsp.: Heizöl, Benzin, Strom - Bereitstellung durch Umwandlung u. Transport von Primär-Energie |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter Endenergie versteht man Energie, die vom Verbraucher direkt genutzt wird, zum Beispiel Heizöl, Benzin und Strom. Endenergie wird bereitgestellt, indem Primär-Energie umgewandelt und transportiert wird. |
| - Effizienz der E-Umwandlung - Verhältnis von nutzbarer E zu aufgewendeter E - immer <1 |
| Lösungsvorschlag: |
| Unter dem Wirkungsgrad einer Maschine versteht man die Effizienz der Energie-Umwandlung. Er bezeichnet das Verhältnis von nutzbarer Energie zu aufgewendeter Energie. Der Wirkungsgrad einer Maschine ist immer kleiner als eins. |