Hörtexte zum Selbststudium im Studienkolleg
DSH-Kurs
Lösungen


Inhaltsverzeichnis:
Text 1: Die Entwicklung der Weltbevölkerung
Text 2: Das Ende der Bevölkerungsexplosion
Text 3: Analphabetismus
Text 4: Abschied vom Wachstum

T E X T   1
Aufgaben:
1. Notieren Sie zu den Zeitangaben die Zahlen bzw. allgemeinen Informationen über die Entwicklung der Weltbevölkerung.

ZEITANGABE INFORMATIONEN
vor ca. 10.000 Jahren ~5 Mio. Menschen (laut DSW)
Jahr null Anstieg auf 300 Mio.
bis um 1500 langsames Wachstum
Beginn des 20. Jahrhunderts rasante Beschleunigung des Wachstums
letzte 100 Jahre Vervierfachung der Bevölkerungszahl
heute Zunahme um ~80 Mio./Jahr (= Einwohnerzahl Deutschlands)
Bevölkerungszahl: ~6,4 Mrd.
bisher insgesamt 106,4 Mrd. (laut amerikanischen Bevölkerungswissenschaftlern)

2. Notieren Sie die Informationen zu der Bevölkerungsentwicklung in den verschiedenen Regionen der Erde.

REGION BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG
EL Asiens, Afrikas, Lateinamerikas 99% des Weltbevölkerungswachstums
meiste IL Rückgang der Bevölkerungszahl
USA höheres Bevölkerungswachstum
Gründe: Migration; hohe Geburtenrate (durchschnittlich >2 Kinder/Frau)
Niger (Afrika) schnellstes Bevölkerungswachstum
Mitte des Jahrhunderts: 53 Mio. Menschen
Bulgarien stärkster Bevölkerungsrückgang
heute: 8 Mio. - 2050: 5 Mio.)

Komplexaufgaben:
1. Berichten Sie darüber, wie sich die Weltbevölkerung bisher entwickelt hat.

Lösungsvorschlag:
Ich möchte über die bisherige Entwicklung der Weltbevölkerung informieren. Vor ca. 10.000 Jahren lebten laut DSW rund 5 Mio. Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr null ist die Zahl auf etwa 300 Mio. angestiegen. Bis um 1500 wuchs die Bevölkerungszahl langsam, mit Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch beschleunigte sich das Wachstum rasant. In den letzten 100 Jahren vervierfachte sich die Bevölkerungszahl. Heute nimmt die Zahl der Menschen jährlich um 80 Millionen zu, das entspricht der Einwohnerzahl Deutschlands. Gegenwärtig leben etwa 6,4 Mrd. Menschen auf der Erde. Insgesamt sollen laut Schätzungen amerikanischer Bevölkerungswissenschaftler bisher 106,4 Mrd. Menschen auf der Erde gelebt haben.

2.1 Vergleichen Sie die Bevölkerungsentwicklung in den Entwicklungsländern und Industrieländern.

Lösungsvorschlag:
In den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas finden 99 Prozent des Bevölkerungswachstums statt, in den meisten Industrieländern dagegen sinkt die Bevölkerungszahl. Eine Ausnahme sind allerdings die USA, wo aufgrund von Migration und einer höheren Geburtenrate die Bevölkerungszahl wächst.

2.2 Vergleichen Sie die Bevölkerungsentwicklung in Niger und Bulgarien.

Lösungsvorschlag:
In Niger in Afrika steigt die Bevölkerungszahl am schnellsten, Mitte des Jahrhunderts sollen dort bereits 53 Mio. Menschen leben. In Bulgarien dagegen geht die Bevölkerungszahl am schnellsten zurück, und zwar von heute 8 Mio. auf 5 Mio. im Jahr 2050.

T E X T   2
Aufgaben:
1. Notieren Sie in einer Tabelle die Informationen über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung (Bevölkerungszahlen, Geburtenraten) in verschiedenen Regionen der Erde.

REGION BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG
Welt - im 21. Jh.: Ende des Bevölkerungswachstums
- 2. Hälfte des 21. Jhs.: weitere Zunahme der Bev. auf 8-9 Mrd.
- danach: konstante Bev.-Zahl / Abnahme
- langfristig im 21. Jh.: Bev.-Zahl unter heutiges Niveau von 6,4 Mrd.
- 20. Jh. = Jh. des globalen Bev.-Wachstums von 1,6 Mrd 1900 auf 6,1 Mrd. 2000
- 21. Jh. = Jh. der Stagnation/Schrumpfung
- bisherige Prognosen:
   + Einpendeln der Geburtenzahlen auf min. 2 Kinder/Frau
   + aber: kein Ende in einem Land bei 2 Kindern
   + Sinken unter 2 Kinder/Frau
   ® Beginn der Schrumpfung der Bev.-Zahl
- heute: nicht mehr Zweiteilung in reiche IL (hohe Lebenserwartung, niedrige Geburtenrate) u. arme EL (schnelles Wachstum)
Ostasien - starkes Sinken der Geburtenrate
China - niedrigere Geburtenrate als USA
- Wachstum nur aufgrund junger Bev.-Struktur
- 2030: Beginn der Schrumpfung der Bev.-Zahl
USA - weiter kräftiges Wachstum
- im 21. Jh.: bis zu 1/2 Mrd. Menschen
  Grund: relativ hohe Geburtenrate; hohe Zahl von Migranten
arabische Länder - stärkstes Wachstum in kommenden Jahrzehnten
- viele Länder: Verdopplung/Verdreifachung der Bev.-Zahl
südliches Afrika - geringes Bev.-Wachstum trotz weiter hoher Geburtenraten
  Grund: starke Verbreitung von AIDS
Namibia/Südafrika - Sinken der durchschn. Lebenserwartung in kurzer Zeit um >20 Jahre
  Grund: AIDS
  Folge: Schrumpfung der Bev.-Zahl
Osteuropa - bereits heute Abnahme der Bev.-Zahlen
  Grund: besonders niedrige Geburtenraten; relativ niedrige Lebenserwartung; sehr hohe Zahl von Auswanderungen

2. Notieren Sie alle Informationen, die Sie über die Alterung der Bevölkerung und die damit verbundenen Probleme bekommen.

- Alterung der Bev.: verbunden mit Prozess der Schrumpfung der Bev.-Zahlen in vielen Ländern
- globale Zunahme des durchschnittlichen Alters der Bev.
- Zunahme des Anteils der >60-Jährigen
  Westeuropa: heute 20% - 2050: ~35% - Ende des Jhs.: 45%
- Alterung der Bev. = positiver Prozess
- Folge: viele gegenwärtige soziale Institutionen u. Traditionen nicht haltbar, z.B. Rentensysteme
- Theorie: keine klar getrennten Lebensabschnitte mehr
  (Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Ruhestand)
  aus demographischen Gründen nicht mehr möglich
® flexiblere Lebensabschnitte
  Verteilung der Ruhephasen u. Zeiten weiterer Ausbildung über gesamtes Leben
  kein festes Rentenalter
- Studien: längeres Leben u. länger gesund u. aktiv
  ® Widerlegung der These vom "Europa der Greise"

Komplexaufgaben:
1. Beschreiben Sie das zukünftige Bevölkerungswachstum auf der Erde.

Lösungsvorschlag:
Global wird im 21. Jahrhundert das Wachstum der Bevölkerung zu Ende gehen. In der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts wird die Bevölkerung zwar weiter auf 8 bis 9 Mrd. zunehmen, danach wird sie aber konstant bleiben oder sogar abnehmen. Langfristig könnte die Bevölkerungszahl unter das heutige Niveau von 6,4 Mrd. Menschen sinken. das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des globalen Bevölkerungswachstums von 1,6 Mrd im Jahr 1900 auf 6,1 Mrd. 2000. das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Stagnation oder sogar der Schrumpfung werden. Bisherige Prognosen waren davon ausgegangen, dass sich die Geburtenzahlen auf mindestens 2 Kinder pro Frau einpendeln werden. Aber: in keinem Land hat der Rückgang der Geburten bei 2 Kindern geendet, er ist unter 2 Kinder pro Frau gesunken. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl beginnt zu schrumpfen. Heute ist die Welt nicht mehr in reiche Industrieländer mit einer hohen Lebenserwartung und einer niedrigen Geburtenrate und in arme Entwicklungsländer, in denen die Bevölkerung schnell wächst, zweigeteilt. In ostasiatischen Ländern zum Beispiel sinkt die Geburtenrate stark. In China ist die Geburtenrate niedriger als in den USA, die Bevölkerung wächst dort nur aufgrund der jungen Bevölkerungsstruktur. 2030 beginnt die Bevölkerungszahl sogar zu schrumpfen. In den USA dagegen wird die Bevölkerung weiter kräftig wachsen, im 21. Jahrhundert werden bis zu einer halben Milliarde Menschen in den USA leben. Der Grund ist die relativ hohe Geburtenrate und eine hohe Zahl von Migranten. Am stärksten wird die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten in den arabischen Ländern wachsen. In vielen Ländern wird sich die Bevölkerungszahl verdoppeln oder sogar verdreifachen. Im südlichen Afrika dagegen wird die Bevölkerung trotz weiter hoher Geburtenraten nur gering wachsen, weil AIDS stark verbreitet ist. In Namibia und in Südafrika zum Beispiel ist die durchschnittliche Lebenserwartung durch die Krankheit AIDS in kurzer Zeit um mehr als 20 Jahre gesunken, sodass die Bevölkerungszahl schrumpft. Und in Osteuropa schließlich nimmt die Bevölkerungszahl bereits heute ab, weil die Geburtenraten besonders niedrig sind, die Lebenserwartung relativ niedrig und die Zahl der Auswanderungen sehr hoch ist.

2. Beschreiben Sie den Prozess der Bevölkerungsalterung in vielen Ländern der Erde sowie die Probleme, die mit diesem Prozess verbunden sind.

Lösungsvorschlag:
Mit dem Prozess der Schrumpfung der Bevölkerungszahlen in vielen Ländern ist der Prozess der Alterung der Bevölkerung verbunden. Global nimmt das durchschnittliche Alter der Bevölkerung zu, ebenso steigt der Anteil der über 60-Jährigen. In Westeuropa beträgt dieser Anteil heute 20%, er steigt über ca. 35% im Jahr 2050 auf voraussichtlich 45% Ende des Jahrhunderts. Die Alterung der Bevölkerung ist eigentlich ein positiver Prozess. Aber die Folge der Bevölkerungsalterung ist, dass viele gegenwärtige soziale Institutionen und Traditionen nicht mehr haltbar sind, z.B. die Rentensysteme. Einer Theorie zufolge wird es keine klar getrennten Lebensabschnitte, nämlich Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Ruhestand, mehr geben. Das wird aus demographischen Gründen nicht mehr möglich sein. Die Lebensabschnitte werden flexibler sein, Ruhephasen und Zeiten weiterer Ausbildung werden sich über das gesamte Leben verteilen. Und es wird kein festes Rentenalter mehr geben. Studien zufolge werden die Menschen nicht nur länger leben, sie werden auch länger gesund und aktiv sein. Das widerlegt die These vom "Europa der Greise".


T E X T   3
Aufgaben:
1. Notieren Sie die Definitionen zu folgenden Begriffen:

Analphabetismus:
- indiv. Defizite im Lesen u. Schreiben
- so weit ® Menschen können nicht lesen u. schreiben

totaler Analphabet:
- nie lesen u. schreiben gelernt

sekundärer Analphabet:
- Fähigkeiten zum Lesen u. Schreiben aus versch. Gründen wieder verlernt

funktionaler Analphabet:
- erkennen Buchstaben, können ein paar Wörter schreiben
- aber: verstehen Sinn eines Textes nicht (z.B. Busfahrpläne, Fernsehprogramme)

Analphabetenrate:
- Anteil der Erwachsenen (nicht lesen u. schreiben) an Gesamtbev.

2. Notieren Sie in einem Wort bzw. einer nominalen Wortgruppe die Ursachen für den Analphabetismus. Notieren Sie die detaillierten Informationen, die Sie zu den einzelnen Ursachen erhalten.

1. Ursache: zunehmende Ablösung der Schrift- und Printmedien durch Telefon u. Bildschirmmedien in IL
2. Ursache: Bevölkerungswachstum in EL
- wichtig für absolut steigende Analphabetenzahl in EL
- langsames Sinken der Analphabetenrate in meisten EL, aber: Anstieg der absoluten Zahl
- Grund für scheinbaren Widerspruch: hohes Bev.-Wachstum in EL
- Abnahme der Zahl der Analphabeten im Verhältnis zur Gesamtbev.-Zahl - aber: deutlicher Anstieg der absoluten Zahl
3. Ursache: hohe Rückfallquote
= keine Anwendung der Kenntnisse in berufl. u. gesell. Leben durch Menschen, die Lesen u. Schreiben gelernt haben
® nach kurzer Zeit Fähigkeiten vergessen ® sekundäre Analphabeten
4. Ursache: zu geringe Zahl von Grundschulen in vielen EL
5. Ursache: Mangel an ausgebildeten Lehrern
® nicht alle Kinder Grundschule besuchen
® zu kurzer Schulbesuch (Anfang des 21. Jhs.: >100 Mio. Kinder nicht zur Schule)
6. Ursache: keine einheitliche Landessprache
- keine Schriftsprachen ® gesprochene Dialekte

Komplexaufgaben:
1. Definieren Sie die Begriffe Analphabetismus, totaler, sekundärer und funktionaler Analphabet sowie Analphabetenrate.

Lösungsvorschlag:
Unter Analphabetismus versteht man individuelle Defizite im Lesen und Schreiben, die so weit reichen können, dass die Menschen nicht lesen und schreiben können.
Ein totaler Analphabet ist ein Mensch, der nie lesen und schreiben gelernt hat.
Bei einem sekundären Analphabeten handelt es sich um einen Menschen, der zwar lesen und schreiben gelernt hat, der aber seine Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben aus verschiedenen Gründen wieder verlernt hat.
Als funktionalen Analphabeten bezeichnet man einen Menschen, zwar Buchstaben erkennen und auch ein paar Wörter schreiben kann, der aber den Sinn eines Textes, z.B. Busfahrpläne oder Fernsehprogramme, verstehen kann.
Unter der Analphabetenrate wird der Anteil der Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können, an der Gesamtbevölkerung verstanden.

2. Schreiben Sie einen Text, in dem Sie über die Ursachen des Analphabetismus informieren.

Lösungsvorschlag:
Für den Analphabetismus gibt es eine Vielzahl von Ursachen. In den Industrieländern ist eine Ursache für den funktionalen Analphabetismus, dass zunehmend die Schrift- und Printmedien durch das Telefon und durch die Bildschirmmedien abgelöst werden. Eine weitere Ursache für den Analphabetismus ist das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern. Die Analphabetenrate in den meisten Entwicklungsländern sinkt zwar langsam, aber die absolute Zahl der Analphabeten steigt an. Der Grund für diesen scheinbaren Widerspruch ist das hohe Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern. Die Zahl der Analphabeten nimmt im Verhältnis zur Gesamtbevölkerungszahl zwar ab, aber die absolute Zahl steigt an. Ein weiterer Grund ist die hohe Rückfallquote, das heißt die Menschen haben zwar Lesen und Schreiben gelernt, sie können ihre Kenntnisse jedoch im beruflichen und gesellschaftlichen Leben nicht anwenden. Nach kurzer Zeit haben sie ihre Fähigkeiten wieder vergessen und sie sind sekundäre Analphabeten. Die 4. Ursache ist die zu geringe Zahl von Grundschulen in vielen Entwicklungsländern, und damit verbunden ist die 5. Ursache, nämlich der Mangel an ausgebildeten Lehrern. Deshalb können nicht alle Kinder eine Grundschule besuchen und außerdem ist die Dauer des Schulbesuchs zu kurz. Anfang des 21. Jahrhunderts konnten mehr als 100 Mio. Kinder nicht zur Schule gehen. Eine weitere Ursache ist schließlich, dass es in vielen Ländern keine einheitliche Landessprache gibt. Es existieren in diesen Ländern oftmals keine Schriftsprachen, sondern es dominieren gesprochene Dialekte.


T E X T   4
Aufgaben:
1. Hören
1. Wie viele Einwohner hatte Deutschland vor 60 Jahren?

68 Mio.

2. Wie viele Menschen leben heute in der Bundesrepublik?

83 Mio.

3. Wie viele Menschen werden voraussichtlich Mitte unseres Jahrhunderts in Deutschland leben?

10 - 30 Mio. weniger

4. Wie hoch wäre bei der im Text prognostizierten Entwicklung die Bevölkerungszahl Deutschlands Ende des 21. Jahrhunderts?

24 Mio.

2. Hören
1. Auf welche Annahmen gehen die prognostizierten Bevölkerungszahlen Deutschlands für 2050 zurück?

- weiterer Anstieg der Lebenserwartung
- unterschiedliche Zuwanderungszahlen:
  + bei 200.000 pro Jahr ® 72 Mio.
  + bei 100.000 pro Jahr ® 67 Mio.
  + ohne ® 53 Mio.

2. In welchen Bereichen wird sich Deutschland in den kommenden Jahren grundlegend verändern? Nennen Sie mindestens drei Beispiele.

praktisch alle Bereiche; gesamte Kultur
(Schule, Hochschule, Regionalplanung, Stadtplanung, Industrie, Handel, Immobilienwirtschaft, öffentliche und private Investitionen, Umgang mit Ausländern)

3. Warum muss man sich Sorgen um die Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik machen, wenn doch in den letzten 60 Jahren die Bevölkerungszahl Deutschlands kontinuierlich gewachsen ist?

langer Vorlauf demographischer Veränderungen
(bisher noch nicht spürbare Entwicklung)

4. Welche Folgen hat die Entwicklung der Kinderzahlen bzw. der Zahl der alten Menschen?

- kleinere Gruppe der Werktätigen
- weitere Zunahme der Versorgungsbedürftigen
  (Problem: Renten- u. Krankenversicherung)

5. Wie entwickelten sich die Geburten- bzw. Kinderzahlen in Deutschland im letzten Jahrhundert?

- seit 100 Jahren: Rückgang der Kinderzahlen
- seit Anfang der 70er-Jahre: Verkleinerung der Kindergeneration um 1/3 im Vergleich zur Elterngeneration
Lösungsvorschlag:
Die Geburten- bzw. Kinderzahlen in Deutschland haben sich im letzten Jahrhundert wie folgt entwickelt. Seit 100 Jahren gehen die Kinderzahlen zurück. Seit Anfang der 70er-Jahre verkleinert sich jede Kindergeneration im Vergleich zur Elterngeneration um ein Drittel.

6. Warum hat man von der Entwicklung der Kinderzahlen in Deutschland bisher so wenig gemerkt?

- Anstieg der Lebenserwartung im 20. Jahrhundert um 31 Jahre
- rund 12 Mio. Migranten in Dtl.: Aussiedler, Ausländer, eingebürgerte Einwanderer
Lösungsvorschlag:
Man hat bisher von der Entwicklung der Kinderzahlen in Deutschland aus den beiden folgenden Gründen so wenig gemerkt. Zum einen ist die Lebenserwartung im 20. Jahrhundert um mehr als 30 Jahre angestiegen. Zum anderen leben rund 12 Millionen Migranten in Deutschland, und zwar Aussiedler, Ausländer und eingebürgerte Einwanderer.

7. Beschreiben Sie die Abwärtsspirale, die zu einem Bevölkerungszusammenbruch führt und in manchen Regionen in Deutschland bereits in Gang gekommen ist.

- wenig Arbeit
- Zerfall der Innenstädte, leer stehende Kneipen u. Diskos, Schließung von Schwimmbädern u. Theatern
- kaum Ansiedlung junger Familien
- sinkender Bildungsgrad, fehlendes qualifiziertes Personal
- kaum Investitionen von Industrieunternehmen
- weniger Steuereinnahmen für Städte, aber: mehr alte Menschen versorgen
- sparen an anderer Stelle, z.B. Bibliotheksschließung, Erhöhung der Abgaben
- wenig Chancen, dass neue Bürger kommen
- Verstärkung der Abwanderung aus Schrumpfungsregionen in attraktive Großstädte
Lösungsvorschlag:
In manchen Regionen Deutschlands gibt es immer weniger Arbeit. das hat zur Folge, dass die Innenstädte zerfallen, Kneipen und Diskos leer stehen sowie Schwimmbäder und Theater schließen. Dadurch siedeln sich kaum junge Familien an. Als Folge davon sinkt der Bildungsgrad und qualifiziertes Personal fehlt. Industrieunternehmen werden dort kaum noch investieren. Das bringt weniger Steuereinnahmen für die Städte, die aber mehr alte Menschen zu versorgen haben. Sie müssen deshalb an anderer Stelle sparen, zum Beispiel Bibliotheken schließen und die Abgaben erhöhen. So gibt es wenig Chancen, dass neue Bürger in die Städte kommen. Die Folge davon ist, dass sich die Abwanderung aus Schrumpfungsregionen in attraktive Großstädte verstärkt.


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